
Bogner-Strauß: Nationaler Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen ist starkes Signal für umfassenden Gewaltschutz
ÖVP-Frauensprecherin betont Prävention, ressortübergreifende Zusammenarbeit und Schutz besonders vulnerabler Gruppen
“Gewalt an Frauen kennt keine Rechtfertigung. Sie wird in keiner Form akzeptiert oder toleriert. Jede Frau, die Opfer von Gewalt wird, ist eine Frau zu viel. Daher ist es richtig und notwendig, dass die Bundesregierung mit dem Nationalen Aktionsplan (NAP) gegen Gewalt an Frauen eine umfassende, ressortübergreifende Strategie mit konkreten Maßnahmen vorgelegt hat”, erklärte heute, Donnerstag, ÖVP-Frauensprecherin Abg. Juliane Bogner-Strauß in der Debatte im Nationalrat.
“Gewalt ist kein Randphänomen und keine Privatsache – sie ist ein gesellschaftliches Problem und eine Straftat”, stellte Bogner-Strauß klar. Gewalt habe viele Erscheinungsformen: körperliche, psychische und sexuelle, aber auch finanzielle oder digitale Gewalt. Letztere sei oft der schleichende Beginn von Gewalt, etwa durch die Kontrolle von Nachrichten am Handy. Ebenso zählen soziale Isolation, Ausgrenzung sowie ehr-kulturell begründete und importierte Gewalt dazu. In diesem Zusammenhang verwies die Abgeordnete auf einen parlamentarischen Antrag zur konsequenten Unterbindung weiblicher Genitalverstümmelung (FGM/C) in Österreich. Dieser ergänze den Nationalen Aktionsplan in einem zentralen Punkt, da er eine besonders schwere Form geschlechtsspezifischer Gewalt klar benenne und unmissverständlich festhalte, dass diese weder aus kulturellen noch aus traditionellen Gründen toleriert werden dürfe.
Besonders hervorzuheben seien zudem am Nationalen Aktionsplan:
* der starke Fokus auf Prävention bereits im Kindes- und Jugendalter,
* die Einbindung von mehr als 250 Expertinnen und Experten,
* die enge ressortübergreifende Zusammenarbeit als klares politisches Bekenntnis
* sowie die gezielte Berücksichtigung besonders vulnerabler Gruppen.
Darüber hinaus unterstrich Bogner-Strauß die Bedeutung eines gewaltfreien Gesundheitswesens und sicherer Arbeitsplätze für Frauen.
Bereits in den vergangenen Jahren seien wichtige Schritte gesetzt worden, etwa durch den Ausbau von Gewaltambulanzen in Graz und Wien, die Stärkung der Gewaltschutzzentren sowie zusätzliche Beratungsangebote für Mädchen und Frauen. Dieser Weg müsse konsequent fortgesetzt werden. Gleichzeitig brauche es mehr Zivilcourage in der Gesellschaft: “Nicht wegschauen, sondern hinschauen und handeln”, so die Frauensprecherin. “Gemeinsam sollten wir dafür Sorge tragen, dass Mädchen und Frauen in Österreich keine Angst haben müssen – weder in den eigenen vier Wänden, noch in dunklen Gassen oder Parkanlagen – und auch nicht vor falschen Traditionen”, schloss Bogner-Strauß. (Schluss)
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