Erfolgreicher Abschluss der Antirassismus.Tage 2026: Rekordbeteiligung & starke Impulse für ein rassismuskritisches Österreich

Über 600 Besucherinnen bei der Antirassismus-Messe, 34 Veranstaltungen in zwei Wochen – Erweiterung auf 15 Tage für 2027 geplant

Die Österreichischen Antirassismus.Tage fanden im ereignisreichen März ihren feierlichen Abschluss in Wien. Höhepunkte waren der Start des Wiener Aktionsplans gegen Rassismus im Rahmen der Fachtagung _„WIEN GEGEN RASSISMUS“_ sowie die erste Sitzung des ECCAR-Lenkungsausschusses mit Expert*innen aus 31 europäischen Städten am 24. und 25. März 2026.

AUFTAKT MIT REKORDBETEILIGUNG: ANTIRASSISMUS-MESSE AN DER CEU

Den Auftakt bildete am 13. März 2026 die traditionelle Antirassismus.Messe an der Central European University (CEU). Von 10:00 bis 19:30 Uhr präsentierten sich 20 staatliche und zivilgesellschaftliche Organisationen. Gastgeber Mathias Möschel (Vizerektor der CEU) eröffnete die Messe: _„Antirassismus braucht kontinuierliches Engagement und starke Partnerschaften – genau dafür steht diese Messe an der CEU. Die Antirassismus.Tage zeigen auch, dass Forschung, Dialog und gesellschaftliches Engagement zentrale Bausteine für ein rassismuskritisches Europa sind.“ _Francesco Motta blickte im Namen der UN auf 60 Jahre UN-Tag gegen Rassismus zurück und betonte: _„Echter Fortschritt braucht starke Gesetze, Zugang zum Recht, verlässliche Daten sowie den Einsatz von Zivilgesellschaft, Wirtschaft und besonders der Jugend.“_

EMPOWERMENT ASIATISCHER COMMUNITIES: „MODEL MINORITY“-MYTHOS HINTERFRAGT

Ein Schwerpunkt der Messe lag auf dem Empowerment asiatischer Communities. Die Journalistin Vina Yun thematisierte in ihrer Eröffnungsrede den antiasiatischen Rassismus: _„Trotz ihrer Größe bleibt die asiatische Diaspora in Wien weitgehend unsichtbar. Der Mythos der ‚Model Minority‘ verschleiert reale Rassismus-Erfahrungen.“_ In einer Diskussion des Zentrums für philippinische Kultur und Sprache (Sentro) wurden Erfahrungen zu philippinisch-europäischer Identität und der Zukunft der philippinischen Diaspora in Österreich geteilt.

GOOD PRACTICE BEISPIELE AUS OBERÖSTERREICH UND WIEN: VON JURIST*INNEN-SYMPOSIUM BIS ZU RASSISMUSKRITISCHER GESUNDHEIT

Das Gast-Bundesland Oberösterreich präsentierte wegweisende Projekte: Ulrike Salinger (Gleichbehandlungsanwaltschaft) stellte das erste österreichische Antirassismus Symposium für Jurist*innen vor, Grüne Gemeinderätin Abena Carty-Pinner die Kampagne „Miteinander Linz“. Wien zeigte Good-Practice-Beispiele wie rassismuskritische Bildung (KPH Wien/NÖ) sowie die Initiativen „Vienna Afro Haircare Community“ und „MedInUnity“. Letztere baut durch interdisziplinäre Aufklärung zu Gendermedizin und rassismuskritischer Versorgung strukturelle Barrieren im Gesundheitssystem ab.

KOPFTUCHDEBATTE FÜR BEENDET ERKLÄRT: PANEL SETZT KLARES ZEICHEN

In einem Publikumsaustausch setzte das Panel „Schluss mit der endlosen Kopftuchdebatte“ ein Zeichen. Amani Abuzahra, Esma Bošnjaković, Ümmü Selime Türe und Slam-Poetin Memo erklärten die ermüdende Diskussion für beendet, um den Fokus auf strukturelle Ungleichheiten zu lenken. Moderatorin Bošnjaković fasste auf Instagram zusammen: _„Die Kopftuchdebatte wurde bei der Antirassismus.Messe zu Grabe getragen.“_

KOLONIALGESCHICHTE AUFGEDECKT: WIE DIE HABSBURGER DIE „SAFARI“ ERFANDEN

Ein zentraler Debattenbeitrag (in Kooperation mit pooldoks) zur österreichischen Kolonialgeschichte in Kenia: Autor Gatu Mbaria zeigte, wie die Habsburgermonarchie mittels Kartografie das Konzept der „Safari“ mitgestaltete und damit die systematische Enteignung der lokalen Bevölkerung vorantrieb.

AUSBLICK: ÖSTERREICHISCHE ANTIRASSISMUS.TAGE 2027 WERDEN AUSGEWEITET UND EIN DIE ERSTE ÖSTERREICHISCHE ANTIRASSISMUS RADIOSENDUNG ENTSTEHT

Die Antirassismus.Messe in Wien war mit über 600 Teilnehmenden ein voller Erfolg. Der Veranstaltungskalender bot zwischen dem 13. und 25. März 34 Events von 26 Organisationen. Das Engagement gegen Rassismus bleibt nicht auf den Aktionsmonat März begrenzt. Für 2027 ist eine Erweiterung auf 15 Tage geplant. Mit der Radiosendung und dem Podcast JOSÉPHINE erhält der Antirassismus in ganz Österreich ab sofort eine kraftvolle neue Stimme. Mehr auf josephinesoliman.at

M-MEDIA – Projekt Österreichische Antirassismus.Tage
simon INOU
Telefon: +43 664 239 00 43
E-Mail: inou@antirassismustage.at
Website: https://antirassismustage.at/

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