Kulturstadträtin Kaup-Hasler zum Tod von Alexander Kluge

„Mit Alexander Kluge verliert Europa einen prägenden Filmemacher, Autor und Denker, der die Formen von Kino und Öffentlichkeit nachhaltig verändert hat“, würdigt Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler den Verstorbenen.

„Alexander Kluge war auch in Wien präsent und hat hier wichtige Impulse für das Nachdenken über Film, Kunst und Öffentlichkeit gesetzt. Sein Werk verstand sich stets als Teil eines größeren kulturellen Dialogs“, so Kaup-Hasler. Kluge arbeitete konsequent medienübergreifend und verband Film, Literatur, Fernsehen und Ausstellung. Im Zentrum stand eine historisch kritische Auseinandersetzung mit Medien und die Frage, wie Öffentlichkeit entsteht.

„Das Gespräch war für ihn zentral. In seinen Arbeiten suchte er den Dialog mit Künstler*innen und Wissenschaftler*innen und trat damit in einen fortlaufenden Austausch mit der Medienwelt selbst. Dieses dialogische Prinzip prägt sein Werk bis heute“, betont Kaup-Hasler. „Er war vielen Kulturinstitutionen in Wien eng verbunden, unter anderem dem Österreichischen Filmmuseum und dem Stadtkino Wien. Auch in seinen späteren Arbeiten blieb er ein genauer Beobachter der Gegenwart und setzte sich mit neuen Technologien und digitalen Bildwelten auseinander. Meine Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Freund*innen und Weggefährt*innen.“

Alexander Kluge wurde 1932 geboren und war Filmemacher, Autor und Medienpraktiker. Er zählt zu den prägenden Figuren des Neuen Deutschen Films und entwickelte über Jahrzehnte ein vielgestaltiges Werk zwischen Kino, Fernsehen, Literatur und Theorie. Bis zuletzt blieb er als Künstler und Denker aktiv.

Philipp Stoisits
Mediensprecher
StRin Mag.a Veronica Kaup-Hasler
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