Martin Nowak legt Mitgliedschaft in ÖAW zurück

Der Harvard-Mathematiker kommt damit einer Anhörung und einem potentiellen Ausschluss zuvor. ÖAW hatte Untersuchung eingeleitet.

Martin Nowak hat seine Mitgliedschaft in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) zurückgelegt. Nach Veröffentlichung der umfassenden Epstein-Files, in denen auch der an der Universität Harvard tätige Mathematiker häufig genannt wird, hatte die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) eine Untersuchung eingeleitet und ihr Ethikkomitee beauftragt, die Mitgliedschaft von Nowak in der Akademie zu überprüfen.

Dieses Vorgehen ist in der Geschäftsordnung der ÖAW festgelegt. Das Ethikkomitee wird geleitet von Ulrich Körtner, em. Professor an der Universität Wien und Ethikexperte, der selbst kein Mitglied der Akademie ist. Das Komitee stand kurz vor dem Abschluss seiner Untersuchung.

Mit der Zurücklegung seiner Mitgliedschaft ist Nowak nun einer Anhörung und Empfehlung des Ethikkomitees sowie einem potentiellen Ausschluss zuvorgekommen. Über einen solchen entscheidet die Gesamtsitzung der Mitglieder der ÖAW auf Grundlage der Empfehlung des Ethikkomitees.

Die ÖAW nimmt den Austritt Nowaks zur Kenntnis. Dieser wird gemäß Geschäftsordnung der Akademie nach zehn Tagen rechtskräftig.

Sven Hartwig
Leiter Öffentlichkeit & Kommunikation
Österreichische Akademie der Wissenschaften
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