Schilling/Zorba: Digitale Gewalt endlich stoppen

Grüne: EU-Parlament stimmt heute über Verbot von „Nudifier”-Apps ab

Das Europäische Parlament stimmt heute über ein Verbot von KI-Anwendungen ab, die zur Erstellung sogenannter „Deepnudes” missbraucht werden. Das Verbot geht auf eine Initiative der Grünen/EFA zurück.

Lena Schilling, Mitglied des Europäischen Parlaments (Grüne/EFA), erklärt: „Nudifier-Apps sind digitale Gewalt und sie treffen vor allem Frauen und Kinder. KI-Tools, die Menschen auf Knopfdruck entkleiden und Fake-KI-,Pornos erstellen, greifen massiv in Würde, Sicherheit und Privatsphäre ein. Das führt uns der schockierende Fall von Collien Fernandes eindrücklich vor Augen. Es ist völlig inakzeptabel, dass Anbieter sich bisher aus der Verantwortung ziehen konnten. Heute hat das Europäische Parlament die Chance, hier eine klare Grenze zu ziehen.”

Süleyman Zorba, Digitalsprecher der Grünen, ergänzt: „Dieses Verbot ist längst überfällig. KI-Tools, die Menschen ohne ihre Zustimmung entblößen oder sexualisierte Gewalt nachstellen, haben in Europa nichts verloren. Wir sehen, wie schnell das zur Massenerscheinung wird – Grok ist nur ein Beispiel von vielen. Frauen und Kinder müssen endlich wirksam vor dieser Form von digitaler Gewalt geschützt werden. Aber erstmal müsste Staatssekretär Alexander Pröll eine nationale KI-Behörde bestimmen, die für die Durchsetzung dieses Verbots notwendig ist. Die Frist dafür ist aber schon im August 2025 verstrichen. Die EU macht gerade ihre Hausaufgaben, jetzt muss die Bundesregierung ihre machen.”

Schilling und Zorba bekräftigen abschließend: „Heute geht es um nichts Geringeres als den Schutz von Würde und Grundrechten im digitalen Raum. Wir appellieren an alle Abgeordneten, diesem Verbot zuzustimmen.”

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