SPÖ-Seltenheim: „Dauer-Nein der Ärztekammer ist Angriff auf Patient*innen und Gesundheitsversorgung“

SPÖ kämpft gegen Zwei-Klassen-Medizin: „Gute Gesundheitsversorgung für alle, nicht nur für die, die sie bezahlen können“

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim reagiert heute, Donnerstag, mit scharfer Kritik auf die Aussagen der Ärztekammer: „Wo die Ärztekammer einen ‚Dauerangriff auf Wahlärzte‘ sieht, erleben wir in Wahrheit einen Dauerangriff auf die öffentliche Gesundheitsversorgung und auf die Patient*innen, die immer länger auf Arzt- und OP-Termine warten müssen. Statt permanent zu mauern und prinzipiell dauernd Nein zu sagen, sollte auch für die Ärztekammer eine gemeinsame Anstrengung im Sinne der Patient*innen und eines starken öffentlichen solidarischen Gesundheitssystems im Mittelpunkt stehen.“ Seltenheim betont, dass auch Wahlärzt*innen gefordert seien, einen fairen Beitrag zur Solidargemeinschaft zu leisten, „damit die beste Medizin bei denen ankommt, die sie brauchen, und nicht nur bei denen, die sie bezahlen können“. Es sei daher Ziel der Bundesregierung, Wahlärzt*innen verstärkt in die öffentliche Gesundheitsversorgung einzubinden. „Es kann nicht sein, dass Familien Geld für die private Behandlung eines Kindes zusammenkratzen müssen, weil sie keinen zeitnahen Termin beim Kassenarzt bekommen“, so Seltenheim gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. „Das ist aber immer öfters traurige Realität, weil es immer weniger Kassenärzt*innen und immer mehr private gibt.“ Auch ein Solidarbeitrag von Wahlärzt*innen in Form eines „Fairness-Kontingents“ bei Wahlärzt*innen für Kassenpatient*innen, die dringend einen Termin brauchen, sei eine Option. ****

Im Kampf gegen die Zwei-Klassen-Medizin hat die SPÖ in der Bundesregierung bereits wichtige Schritte durchgesetzt: Mit dem Gesundheitsreformfonds werden 500 Mio. Euro pro Jahr zusätzlich ins öffentliche Gesundheitssystem investiert, u.a. in mehr Primärversorgungseinheiten für eine umfassende wohnortnahe Versorgung und in die Stärkung der Prävention. (Schluss) bj/mb

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