YoungMum begleitet Teenager-Mütter von der Schwangerschaft bis ins Muttersein

DIE ZAHL DER TEENAGERSCHWANGERSCHAFTEN GEHT IN ÖSTERREICH ZURÜCK. FÜR JENE FRAUEN, DIE IN JUNGEN JAHREN SCHWANGER WERDEN, BLEIBEN DIE HERAUSFORDERUNGEN JEDOCH GROSS. GENAU HIER SETZT YOUNGMUM, EINE EINRICHTUNG AM ST. JOSEF KRANKENHAUS WIEN, AN.

„Die Zahlen sind in den letzten Jahren gesunken, vor allem die ganz frühen Schwangerschaften unter 18 Jahren. Aber wir merken davon nichts“, fasst Irene Richter, Leiterin von YoungMum, zusammen. „Wir sind in Österreich die einzige Einrichtung, die eine umfassende Betreuung von Teenagerschwangerschaften anbietet. Viele junge Frauen werden uns von Gynäkolog*innen und Gesundheitseinrichtungen sowie Ausbildungsstätten und Jugendeinrichtungen zugewiesen. Mit 95 Geburten im Jahr 2025 bleiben unsere Zahlen konstant hoch.“ Seit mehr als 20 Jahren erhalten schwangere Teenager-Mütter bei YoungMum medizinische und soziale Begleitung in der Schwangerschaft und der Geburt, bis hin zum ersten Geburtstag des Babys. Hebammen, Gynäkolog*innen, Psychologinnen sowie eine Sozialarbeiterin stehen ihnen in einer Lebensphase, die oft mit besonderen Herausforderungen verbunden ist, zur Seite. Diese umfassende Begleitung kann dabei viel bewirken: Schwangerschaftskomplikationen treten seltener auf, und auch das Risiko von Frühgeburten sinkt.

ZWISCHEN ÜBERFORDERUNG UND VERANTWORTUNG

Wenn junge Mädchen schwanger werden, stoßen sie in ihrer Familie und ihrem sozialen Umfeld oft auf Unverständnis. Die psychische Belastung ist hoch. Viele der jungen Frauen befinden sich in einem Übergang: vom Kind zur Frau, von der Frau zur Schwangeren und schließlich zur Mutter. „Diese Frauen haben ganz oft keine optimale Wahrnehmung für ihren eigenen Körper“, erklärt Richter. Anzeichen einer Schwangerschaft sowie Warnzeichen des Körpers werden zum Teil nicht richtig gedeutet oder ignoriert. Einige der jungen Frauen sind zudem noch in der Schule, in Ausbildung oder nicht erwerbstätig. Doch auch hier können die Lebenssituationen unterschiedlich sein. „Wir betreuen ganz verschiedene Frauen bei YoungMum. Nicht alle passen in eine Schublade“, erklärt Hebamme Klaudia Awad-Logar. Sie begleitet die jungen Frauen während der Schwangerschaft und bei der Geburt. Bildungswege, familiäre Hintergründe und persönliche Ressourcen sind sehr divers, doch der Bedarf an verlässlicher fachlicher Unterstützung ist bei allen gleich. „Gerade in der heutigen Welt mit so vielen Informationen ist es wichtig, dass man sich bei Unsicherheiten an jemanden wenden kann“, ergänzt sie.

AUFKLÄRUNGSARBEIT FÜR DEN WEG INS MUTTERSEIN

„Neben der medizinischen Betreuung von Mutter und Baby sehen wir unsere Arbeit auch als eine Art Bildungsauftrag“, betont Irene Richter. Ein wichtiger Teil der Begleitung besteht darin, junge Frauen in ihrer eigenen Körperwahrnehmung zu stärken, etwa im Hinblick auf gesunde Ernährung, Körperbewusstsein und Selbstfürsorge. Die Frage, wie es nach der Geburt weitergeht, sowie Verhütungsthemen sind wichtig, insbesondere, um eine erneute frühe Schwangerschaft möglichst zu vermeiden. „Die Mädchen müssen schnell erwachsen werden und brauchen Hilfe bei Themen, die andere noch gar nicht haben. Wir bestärken sie darin, diese Aufgaben zu übernehmen“, erklärt sie.

Gleichzeitig setzt YoungMum auf Aufklärung, die über die individuelle Betreuung hinausgeht. In Workshops für Schulen spricht das Team über Sexualität, Verhütung, den Zyklus, die Menstruation und Schwangerschaft. „Es ist wichtig, nicht nur die jungen Frauen in die Verantwortung zu nehmen“, betont Hebamme Klaudia Awad-Logar. „Auch Partner und das soziale Umfeld spielen eine wichtige Rolle. In den Workshops werden daher Mädchen und Jungen gleichermaßen angesprochen. Denn Eltern zu werden, ist kein reines Frauenthema.“

BENEFIZVERANSTALTUNG „MUSICAL MAMIS & PAPIS“

Zur Sicherung des unentgeltlichen Angebots ist YoungMum auf Spenden angewiesen. Neben der großzügigen Unterstützung durch Unternehmen wie Deichmann, die Collegialität Privatstiftung oder Germania Pharmazeutika leistet auch die mittlerweile traditionelle Benefizveranstaltung „Musical Mamis & Papis“ einen wichtigen Finanzierungsbeitrag. Der nächste Termin steht bereits fest: Am 6. Mai 2026 laden namhafte Künstler*innen erneut zu einem Abend voller Musik und Comedy ins Wiener Metropol.

MUSICAL MAMIS & PAPIS 2026
Zeit: Mittwoch, 6. Mai 2026, 20 Uhr

St. Josef Krankenhaus GmbH
Mag. Anita Knabl-Plöckinger
Telefon: 01 87844 – 4580
E-Mail: pr@sjk-wien.at

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