
Neue EU-Grenzwerte bei Luft-Schadstoffen: Wien ist vorbereitet!
Wiener Luftqualität bereits auf hohem Niveau. Neue Messstelle am Lerchenfelder Gürtel setzt qualitative Weiterentwicklung des Wiener Luftmessnetzes fort
Wien setzt eine Reihe von Maßnahmen zur Verringerung der Luftschadstoffbelastung. Dazu gehören der Ausbau des öffentlichen Verkehrs, die Parkraumbewirtschaftung, der laufende Ausbau des Radwegenetzes, der Einsatz emissionsarmer Fahrzeuge, die Förderung der E-Mobilität und der fußgänger*innen-freundlichen Stadtentwicklung. Auch die thermische Wohnhaussanierung, umweltfreundliche Baustellen, die Ausweitung der Fernwärmenutzung oder der effiziente Winterdienst sind ein aktiver Beitrag zur Luftgüte.
„Die Wiener Luftqualität wird konstant besser – das trägt auch wesentlich zur Lebensqualität in unserer Stadt bei. Gerade in den letzten 15 Jahren wurde in der Luftreinhaltung enorm viel erreicht, durch Maßnahmen der Stadt, aber auch auf Bundes- und EU-Ebene“, betont Wiens Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky.
NEUE LUFTQUALITÄTSRICHTLINIE DER EU
Am 10. Dezember 2024 ist die neue Luftqualitätsrichtlinie der EU in Kraft getreten, die innerhalb von zwei Jahren in nationales Recht umgesetzt werden muss. Die neue Richtlinie bringt europaweit ein höheres Schutzniveau für Gesundheit und Umwelt. Sie verpflichtet die Mitgliedsstaaten dazu, ab 2030 strengere Grenzwerte für Luftschadstoffe einzuhalten, insbesondere bei Feinstaub PM2,5 und Stickstoffdioxid (NO2).
Bei der Erarbeitung der Grenzwerte wurden die neuen Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für saubere Luft berücksichtigt. Darüber hinaus flossen auch intensive Überlegungen (u.a. durch das IIASA in Laxenburg) über weitere Aspekte wie die technische Machbarkeit von Emissionsreduktionen ein.
Das Wiener Luftmessnetz ist mit 16 fixen Messstellen im internationalen Vergleich sehr dicht und bietet ein umfassendes Bild über die Luftqualität in Wien. „Gerade auch wegen der starken Verbesserung der Luftqualität und damit dem Schwinden der stärker belasteten Bereiche in der Stadt, ist es erforderlich, regelmäßig einen kritischen Blick auf unser Messnetz zu werfen und gegebenenfalls punktuelle Anpassungen durchzuführen“, erklärt Michael Kienesberger, Leiter von Stadt Wien – Umweltschutz.
MESSSTELLE LERCHENFELDER GÜRTEL SETZT NEUE STANDARDS
Nach einem dreijährigen aufschlussreichen Messprojekt entlang des Gürtels mit einer mobilen Messstelle wird nunmehr am Lerchenfelder Gürtel eine neue ortsfeste Messstelle in Betrieb genommen, die Feinstaub und Stickstoffdioxid unmittelbar an einer innerstädtischen Straße misst. „Ottakring freut sich, mit der neuen Messstelle einen Beitrag zur lückenlosen Überprüfung der Wiener Luftqualität beizutragen“, sagt Bezirksvorsteherin Stefanie Lamp.
ÜBERBLICK ZUR LUFTGÜTE 2025
Der aktuelle Luftgüte-Jahresbericht des Wiener Luftmessnetzes belegt: Die Luftqualität in Wien lag auch im Jahr 2025 auf sehr gutem Niveau.
Die Jahresmittelwerte für Feinstaub PM10 lagen an den 13 permanenten Feinstaubmessstellen mit maximal 16 µg/m³ weit unter dem Wert aus 2010 (38 µg/m³) und dem Grenzwert von 40 µg/m³. Sogar der neue ab 2030 gültige Grenzwert von 20 µg/m³ wird in Wien bereits seit mehreren Jahren eingehalten. Erhöhte Feinstaubwerte (d.h. Tagesmittelwerten über 50 µg/m3) traten 2025 an lediglich einem Tagen auf. Zulässig sind bis zu 35 Tage (EU-Grenzwert, Richtlinie 2008/50/EG) bzw. bis zu 25 Tage laut Österreichischem Immissionsschutzgesetz-Luft (IG-L).
STÜNDLICH AKTUELLE WERTE ZUR WIENER LUFT
Wer zuverlässig und aktuell Auskunft über die Luftqualität in Wien möchte, sollte auf die Daten der Stadt Wien – Umweltschutz (Luftgüteberichte der Stadt Wien) oder auf jene des Umweltbundesamtes (Luftqualität und Emissionen | Daten | Umweltbundesamt) zurückgreifen.
„Gute Luft sorgt auch für ein gutes Leben in unserer Stadt: Auf dem Weg zur klimaneutralen Stadt bis zum Jahr 2040 setzen wir auch in den nächsten Jahren viele wichtige Klimaschutzmaßnahmen, die auch der Luftqualität in Wien zugutekommen“, so Czernohorszky abschließend.
Mehr Infos finden Sie hier
Erklärvideo „So misst Wien die Luftqualität der Stadt“
Pressebilder zu dieser Aussendung sind in Kürze unter https://presse.wien.gv.at/bilder abrufbar. (Schluss)
Michaela Zlamal
Mediensprecherin StR Jürgen Czernohorszky
Telefon: +43 1 4000 81446
E-Mail: michaela.zlamal@wien.gv.at
Lydia Matzka-Saboi
Kommunikation Stadt Wien – Umweltschutz
Telefon: +43 1 4000 73429
E-Mail: lydia.matzka-saboi@wien.gv.at
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