
Sozialbetrug am Bau: Kontrollen bestätigen massives Problem
Gewerkschaft BAU-HOLZ (GBH) fordert weitere Schritte und ROT-WEISS-ROT BAUEN
HUNDERTE ÜBERTRETUNGEN BEI KONTROLLEN AUF BAUSTELLEN ZEIGEN: LOHN- UND SOZIALDUMPING IST WEITERHIN REALITÄT AM BAU. DIE GEWERKSCHAFT BAU-HOLZ (GBH) FORDERT DAHER WEITERE MASSNAHMEN GEGEN SOZIALBETRUG UND FÜR FAIRE WETTBEWERBSBEDINGUNGEN. MIT FINANZMINISTER MARTERBAUER SIEHT DIE GEWERKSCHAFT ERSTMALS SEIT JAHREN WIEDER EINEN PARTNER IM KAMPF GEGEN LOHN- UND SOZIALDUMPING IM FINANZMINISTERIUM. MIT ROT-WEISS-ROT BAUEN BEKÄMPFT DIE GBH SOZIALBETRUG BEREITS AN DER WURZEL, WEIL FAIRE VERGABEN LOHNDUMPING UND SOZIALBETRUG GAR NICHT ERST ENTSTEHEN LASSEN.
Die aktuellen Ergebnisse der Finanzpolizei bestätigen, was die Gewerkschaft BAU-HOLZ seit Jahren immer wieder aufzeigt: Sozialbetrug, Schwarzarbeit sowie Lohn- und Sozialdumping sind im Baubereich weiterhin ein massives Problem. Faire Betriebe und Beschäftigte leiden darunter, während schwarze Schafe den Wettbewerb weiter verzerren.
Bei den europaweiten Schwerpunktkontrollen im März wurden in Österreich an hunderten Baustellen zahlreiche Übertretungen festgestellt – besonders häufig Verstöße gegen Lohn- und Sozialdumpingbestimmungen. Für die Gewerkschaft BAU-HOLZ zeigt das klar: Kontrollen sind wichtig und müssen deshalb weiter verstärkt werden.
„Wer korrekt arbeitet, darf nicht der Dumme sein. Sozialbetrug zerstört faire Löhne, sichere Jobs und ehrliche Betriebe. Deshalb braucht es konsequente Kontrollen und klare Regeln“, heißt es aus der Gewerkschaft BAU-HOLZ.
ENDLICH EIN PARTNER IM FINANZMINISTERIUM
Mit Finanzminister Markus Marterbauer sieht die Gewerkschaft BAU-HOLZ erstmals seit Jahren wieder Bewegung im Kampf gegen Lohn- und Sozialdumping. „Wir haben jetzt endlich im Finanzministerium einen Partner, der gemeinsam mit uns an einem Strang zieht. Das ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Lohn- und Sozialdumping. In den letzten Jahren wurde dieses Problem leider immer mehr salonfähig gemacht! Strafen wurden reduziert und dubiose Subunternehmer zugelassen – das hat ehrlichen Betrieben und Beschäftigten massiv geschadet“, so GBH-Bundesvorsitzender Abg. z. NR Josef Muchitsch
Die aktuellen Kontrollergebnisse zeigen, wie notwendig dieser Kurswechsel ist.
ROT-WEISS-ROT BAUEN SCHÜTZT JOBS UND BETRIEBE
Für die Gewerkschaft BAU-HOLZ ist klar: Neben Kontrollen braucht es auch politische Maßnahmen. Ein zentraler Punkt ist, ROT-WEISS-ROT BAUEN umzusetzen – also öffentliche Aufträge stärker an regionale Betriebe und an Unternehmen zu vergeben, die faire Arbeitsbedingungen einhalten.
Damit wird das Problem schon an der Wurzel bekämpft. Wenn Aufträge an regionale Betriebe mit ordentlichen Kollektivverträgen, Lehrlingen und fairen Löhnen gehen, dann kommt es gar nicht erst zu Lohn- und Sozialdumping.
ROT-WEISS-ROT BAUEN bedeutet aber noch mehr: Es ist nachhaltig, stärkt die regionale Wirtschaft, sichert Arbeitsplätze, bringt Mehreinnahmen bei Steuern und Abgaben und garantiert für Qualität am Bau. Und auf lange Sicht ist es auch günstiger. Was auf den ersten Blick billig wirkt, wird später oft teuer – durch schlechte Qualität, Reparaturen oder Folgekosten.
„Wer regional und fair baut, investiert in Arbeitsplätze, Qualität und die Zukunft unseres Landes. ROT-WEISS-ROT BAUEN ist daher auch ein wichtiger Beitrag gegen Lohn- und Sozialdumping,“ so Muchitsch.
KLARE FORDERUNGEN DER GBH
* Weitere Verstärkung der Kontrollen gegen Sozialbetrug
* Strengere Haftung und Einschränkung bei Subunternehmerketten
* Aufträge an regionale und faire Betriebe vergeben
* Mehr Schutz für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer am Bau
„Faire Arbeit braucht faire Regeln. Und die müssen auch kontrolliert werden. Nur so schützen wir Jobs, Löhne und die Zukunft unserer Bauwirtschaft! Ja zu Null Toleranz für Steuer- und Abgabenbetrug.“ so Muchitsch abschließend.
GBH Presse
Thomas Trabi, MA
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