
FHK zum Weltgesundheitstag 2026: Forschung und Lehre in den nicht-ärztlichen Gesundheitsberufen lösen drängende Zukunftsfragen
Unsere Hochschulen sichern die Versorgung der Bevölkerung – jetzt Finanzierung sichern!
Seit 2006 werden auch die nicht-ärztlichen Gesundheitsberufe an Fachhochschulen (FH)/Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) ausgebildet. Das sind einerseits die medizinisch-therapeutisch-diagnostischen Gesundheitsberufe (MTD) sowie Hebammen, Musiktherapeut:innen und die Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflege (DGKP). Neben Biotechnologie und anderen Lebenswissenschaften werden künftig auch Psychotherapie-Studien an den FH/HAW angeboten.
„Mit der Überführung der nicht-ärztlichen Gesundheitsberufe an unsere Hochschulen, wurde die angewandte Forschung in diesen Disziplinen stark ausgebaut, denn sie beruhen auf eigenen wissenschaftlichen Theorien, Forschungsmethoden und evidenzbasierten Handlungskonzepten. Gleichzeitig sind sie interdisziplinär und verbinden naturwissenschaftliche, sozialwissenschaftliche und ingenieurwissenschaftliche Forschung. Unsere Hochschulen liefern nicht nur Theorie, sondern die Lösung für die Praxis“, so die Präsidentin der FHK, Ulrike Prommer.
In den Gesundheitswissenschaften forschen die FH/HAW zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen wie Demographie, Digitalisierung und den Einfluss klimatischer Veränderungen auf die Gesundheit. Die Beispiele sind zahlreich. In enger Abstimmung mit den Betroffenen werden digitale Hilfsmittel und Sprachservices für pflegende Angehörige entwickelt, die sie bei der Alltagsbewältigung unterstützen, indem sie Information, Beratung und Austausch bieten. In interdisziplinärer Zusammenarbeit mit ingenieurwissenschaftlichen Forschungsgruppen werden neue Beatmungsgeräte, Sturzerkennungssysteme und KI-gestützte Früherkennungsmethoden entwickelt und die Auswirkungen extremer Hitze auf die psychische Gesundheit erforscht.
„Unsere Hochschulen sind heute ein unverzichtbarer Bestandteil des österreichischen Bildungs-, Forschungs- und Innovationssystems. Sie sichern gesellschaftliche Chancengerechtigkeit, öffnen akademische Wege für neue Zielgruppen und stärken Regionen abseits der Ballungsräume. Der Weltgesundheitstag 2026 soll uns daran erinnern, dass wir angesichts aktueller Herausforderungen sofort umsetzbare, praxisbasiertes Know-how brauchen statt weiterer „Warum“-Analysen. Unsere Hochschulen bringen Innovation direkt in die Regionen und Versorgungssysteme – schnell, wirksam, anwendungsorientiert. Es gilt die Forschung und Lehre an unseren Hochschulen finanziell abzusichern und eigenständige Doktoratsprogramme zu ermöglichen, um Österreichs Innovationskraft, soziale Durchlässigkeit und Versorgungssicherheit langfristig zu stärken. Jetzt muss die Politik handeln“, betont Prommer.
Fachhochschul-Konferenz (FHK)
Mag. Kurt Koleznik
Telefon: 0664/4244294
E-Mail: kurt.koleznik@fhk.ac.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender