
Einzelhandelsumsätze real 0,3% im Minus. Handel fordert Ende des Belastungswahnsinns statt neuer Plastiksteuer.
Branche wartet weiter auf erhofften Aufschwung. Österreich drittletzter bei Wirtschaftsstimmung. Massive Kritik der gesamten Wertschöpfungskette an geplanter Plastiksteuer.
Die erhoffte wirtschaftliche Erholung lässt weiter auf sich warten. Laut aktuellen Daten der Statistik Austria sind die Einzelhandelsumsätze im Februar im Vorjahresvergleich real um 0,3 % gesunken (nominell: +0,9 %). Bereits im Jänner fiel das reale Wachstum mit +0,9 % schwach aus – bei gleichzeitig weiter steigenden Kosten. Im Nonfood-Handel waren die Umsätze im Februar sowohl nominell (-0,2 %) als auch inflationsbereinigt (-0,9 %) rückläufig.
WIRTSCHAFTSSTIMMUNG: ÖSTERREICH DRITTLETZTER IN DER EUROZONE
Der Blick auf die Gesamtwirtschaft verschärft das Bild weiter. Bei der Wirtschaftsstimmung belegt Österreich laut dem Economic Sentiment Indicator der EU-Statistikbehörde aktuell den drittletzten Platz in der Eurozone.
_„Österreich zählt zu den Schlusslichtern bei der Wirtschaftsstimmung – und das Finanzministerium diskutiert ernsthaft über neue Steuern. Das ist das völlig falsche Signal zur falschen Zeit“_, sagt RAINER WILL, Geschäftsführer des freiwilligen, überparteilichen und unabhängigen Handelsverbandes. „_In dieser schwierigen Situation braucht es Entlastung statt neuer Belastungen._ _Wir appellieren an die Bundesregierung, auf zusätzliche Abgaben wie die neue Plastiksteuer zu verzichten.“_
PLASTIKPREISE STEIGEN ZWEISTELLIG: NEUE STEUER HÄTTE FATALE WIRKUNG FÜR BEVÖLKERUNG
Laut dem gestern von der Statistik Austria veröffentlichten Großhandelspreisindex sind sich die Einkaufspreise für Primär-Kunststoffe und Gummi bereits von Februar auf März im Schnitt um 10,6 % gestiegen. Eine zusätzliche Steuer würde diese Entwicklung weiter verschärfen und letztlich auch die Konsumentenpreise deutlich erhöhen. Laut den bisher bekannten Plänen aus dem Finanzministerium würde beispielsweise eine handelsübliche PET-Getränkeflasche um bis zu 6 Cent zusätzlich teurer werden – und das, obwohl derartige Flaschen seit der Einführung des Einwegpfandes im Vorjahr ohnehin im Recycling-Kreislauf gehalten werden.
Gleichzeitig hat auch die Landwirtschaft bereits angekündigt, aufgrund der stark gestiegenen Diesel- und Gaspreise ihre Verkaufspreise an den Handel um teilweise 15 bis 20 % anzuheben.
„_Wir warnen an diesem für die gesamte Wirtschaft sehr kritischen Zeitpunkt, zusätzliche finanzielle Belastungen einzuführen. Mit einer neuen Plastiksteuer würde die Entlastung durch die Mehrwertsteuer-Halbierung für Grundnahrungsmittel genauso verpuffen wie die Spritpreisbremse_“, schließt Handelssprecher WILL.
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