FW-Langthaler: Europas Produktivität im Sinkflug – Politik schaut tatenlos zu!

EU und Bundesregierung versagen bei Reformen – Unternehmer zahlen den Preis für Stillstand und Fehlentscheidungen.

Die aktuellen Zahlen zur Arbeitsproduktivität sind ein wirtschaftspolitisches Alarmsignal. Während die USA ihre Produktivität über Jahre hinweg konsequent steigern konnten, hat Europa im internationalen Wettbewerb massiv an Boden verloren. Auch Österreich, einst deutlich stärker, büßt zunehmend an Wettbewerbsfähigkeit ein. Das ist kein kurzfristiger Einbruch, sondern das Ergebnis jahrelanger politischer Fehlentwicklungen.

Für die Freiheitliche Wirtschaft ist klar: Sowohl die Europäische Union als auch die ÖVP-SPÖ-NEOS-Bundesregierung agieren ohne klare Richtung, ohne ausreichenden Reformwillen und ohne wirtschaftspolitische Konsequenz. Obwohl die Probleme längst bekannt sind und auch auf europäischer Ebene umfassend analysiert wurden, bleibt es bei Ankündigungen, Debatten und halbherzigen Maßnahmen. Statt strukturelle Schwächen zu beseitigen, werden diese durch falsche politische Weichenstellungen teils noch verschärft.

Die Ursachen liegen offen auf dem Tisch: zu hohe Energiekosten, lähmende Bürokratie, innovationshemmende Regulierung und gefährliche Abhängigkeiten bei Schlüsseltechnologien. In Österreich kommen hohe Lohnnebenkosten, eine ineffiziente Verwaltung und eine verschleppte Digitalisierung hinzu. Unternehmen werden ausgebremst, Investitionen verhindert und Wachstumspotenziale systematisch verspielt.

Europa verliert damit immer mehr im globalen Wettbewerb, und die österreichische Bundesregierung schaut tatenlos zu. Wer weiter nur analysiert, statt endlich zu entlasten, zu deregulieren und zu investieren, gefährdet Wohlstand, Arbeitsplätze und die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Österreich. Auch die OECD verweist auf den Reformbedarf zur Stärkung von Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit in Österreich.

„Während andere Wirtschaftsräume handeln und wachsen, verharrt Europa im Stillstand. Wenn wir nicht endlich deregulieren, entlasten und investieren, wird der Abstand weiter wachsen – mit dramatischen Folgen für unsere Betriebe und den gesamten Standort“, warnt FW-Generalsekretär Reinhard Langthaler.

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