
ÖGB-Kemperle: „Handy- und analoge Nutzung der e-Card bringt echten Fortschritt für alle Patient:innen.“
Digitalisierung darf niemanden zurücklassen
„Die Nutzung der e-Card am Handy ist ein wichtiger Fortschritt. Sie kann Abläufe beschleunigen und den Zugang zu medizinischen Leistungen erleichtern“, sagt die Vorsitzende der ÖGB-Pensionist:innen, Monika Kemperle, zur neuen digitalen e-Card.
Entscheidend sei jedoch, dass alle Menschen gleichermaßen davon profitieren: „Die große Bandbreite an medizinischen Leistungen muss bei allen ankommen – ohne Hürden und ohne Ausgrenzung. Daran muss sich jede Form der Digitalisierung messen lassen“, so die Gewerkschafterin.
Gleichzeitig warnt Kemperle eindringlich: „Digitalisierung ist nur dann ein Gewinn, wenn alle Menschen mitkommen. Gerade ältere Menschen werden von der rasanten Entwicklung viel zu oft überrollt – und schleichend ausgeschlossen.“
Umso wichtiger sei es, dass die e-Card weiterhin auch in der gewohnten, physischen Form bestehen bleibt: „Dass es hier keine Entweder-oder-Entscheidung gibt, ist der entscheidende Punkt. Wer das Handy dafür nicht nutzen kann oder will, darf nicht benachteiligt werden. Diese Wahlfreiheit macht das System sozial.“
ID AUSTRIA NOCH IMMER ZU GROSSE HÜRDE FÜR ÄLTERE
Kritisch sieht Kemperle hingegen weiterhin die Umsetzung der ID Austria: „Wir bekommen nach wie vor zahlreiche Rückmeldungen von älteren Menschen, für die die ID Austria eine echte Hürde ist. Viele fühlen sich überfordert und allein gelassen.“
Hier brauche es laut Kemperle ein Umdenken: „Die Politik muss verstehen, dass Digitalisierung einfache Lösungen und echte Alternativen braucht. Das duale System der e-Card – digital und analog – kann hier als Vorbild dienen. Andernfalls droht, dass ein Teil der Bevölkerung abgehängt wird.“
ÖGB Kommunikation
Mag. Peter Leinfellner
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