
WK-Mandl fordert Entlastung: „Unsichere Weltlage dämpft wirtschaftliche Dynamik“
Wirtschaftskammer-Präsident Mandl pocht auf Senkung der Lohnnebenkosten, weniger Bürokratie und forcierten Energieausbau.
Die konjunkturelle Entwicklung bleibt angespannt: Aktuelle Prognosen deuten erneut auf eine Abschwächung der wirtschaftlichen Dynamik hin. Internationale Krisenherde – insbesondere die jüngste Eskalation im Nahen Osten – bremsen die zu Jahresbeginn erwartete Erholung deutlich ein. Das WIFO hat seine Wachstumsprognose für Österreich zuletzt nach unten korrigiert. Gleichzeitig sorgen steigende Energiepreise für neuen Inflationsdruck. „Besonders in dieser schwierigen Phase brauchen unsere Unternehmen spürbare Entlastungen“, betont Jürgen Mandl, Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten.
WETTBEWERBSFÄHIGKEIT WIEDERERLANGEN!
„Eine Senkung der Lohnnebenkosten sowie ein konsequenter Abbau bürokratischer Hürden sind entscheidend, um die Belastungen durch hohe Energie- und Rohstoffpreise abzufedern.“ Mandl appelliert an die Bundesregierung, die notwendigen Schritte im Rahmen der kommenden Budgetentscheidungen rasch umzusetzen: „Die Betriebe brauchen jetzt Planungssicherheit und klare Signale, wenn sie ihre Wettbewerbsfähigkeit wiedergewinnen wollen. Wir reden schon sehr lange darüber, weitere Verzögerungen können wir uns in der aktuellen Lage nicht mehr leisten.“
ENERGIEVERSORGUNG ALS STANDORTFAKTOR
Zugleich unterstreicht der WKK-Präsident die Bedeutung einer stabilen und leistbaren Energieversorgung. Ein wichtiger Baustein sei das geplante Erneuerbare-Ausbau-Beschleunigungsgesetz, das Genehmigungsverfahren vereinfachen und Investitionen in erneuerbare Energien beschleunigen soll. „Beim Ausbau erneuerbarer Energien geht es längst nicht mehr nur um einen Beitrag zum Klimaschutz. Eine nicht-fossile, günstige und verlässliche Energieversorgung ist ein zentraler Standortfaktor“, so Mandl. „Sie stärkt die Versorgungssicherheit, reduziert Abhängigkeiten, schafft langfristig wettbewerbsfähige Energiepreise und erspart uns Milliarden, die wir für Öl und Gas an andere Länder bezahlen. Deshalb müssen wir auch in Kärnten deutlich mehr Tempo machen.“
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