
„Am Schauplatz“ über das oft schwierige Zusammenleben in den Grenzregionen entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs
„An der Grenze“ am 16. April um 21.05 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON
Mehr als 800 Kilometer war der „Eiserne Vorhang“ einst lang, der Österreich vom damaligen Ostblock trennte. Vor rund vier Jahrzehnten fiel der Stacheldraht, vor rund 20 Jahren sind dann die Grenzkontrollen zu Ungarn und der ehemaligen Tschechoslowakei gefallen. Wie haben sich diese Grenzregionen entwickelt? Für die „Am Schauplatz“-Reportage „An der Grenze“ – zu sehen am Donnerstag, dem 16. April 2026, um 21.05 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON – hat sich Ulla Kramar-Schmid in Kleinhaugsdorf, Schattendorf und Kittsee umgehört und umgesehen.
Bei Kleinhaugsdorf etwa, hinter der österreichischen Grenze in Tschechien, wurde nach dem Fall des Eisernen Vorhangs die „Excalibur City“ gegründet, wo man billig zollfreie Waren kaufen konnte. Mit dem EU-Beitritt Tschechiens war es damit vorbei. Und doch fahren Menschen immer wieder gerne hin. Der Wegfall der Grenzen hat auch das Zusammenleben in den Grenzregionen verändert.
Den kleinen Grenzübergang im burgenländischen Schattendorf etwa haben laut Bürgermeister täglich 1.000 Autos aus dem Raum Sopron gequert, der Verkehr habe die Sicherheit der kleinen Gemeinde gefährdet. Über Jahre gab es juristische Streitigkeiten mit ungarischen Grenzgemeinden, nun wurde dem Verkehr mit einer ungewöhnlichen Lösung Einhalt geboten.
Die Bevölkerung von Kittsee, nur wenige Autominuten von Bratislava entfernt, hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten fast verdoppelt. Slowakinnen und Slowaken, die sich Grund und Boden im Raum der slowakischen Hauptstadt nicht leisten konnten, sind ins deutlich billigere Kittsee ausgewichen. Heute wohnen dort mehr Slowakinnen und Slowaken als Österreicherinnen und Österreicher – was nicht nur infrastrukturelle Herausforderungen gebracht hat.
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