Hanke: „Wir bringen die Innovation auf die Straße“ – Österreich startet nächste Phase automatisierter Mobilität

Mobilitätsministerium schafft erweiterten Rechtsrahmen für Automatisiertes Fahren. Oberste Prämisse: Verkehrssicherheit und das Mobilitätsbedürfnis der Österreicher:innen.

Mobilitätsminister Peter Hanke setzt heute gemeinsam mit Martin Russ, Geschäftsführer von Austria Tech, die nächsten Schritte für automatisierte Mobilität in Österreich. Nach zwölf Jahren Forschungsförderung mit einem Gesamtvolumen von 63,5 Millionen Euro leitet das Mobilitätsministerium nun den Übergang in den erweiterten Testbetrieb ein, um die nächste Phase für einen verkehrssicheren Regelbetrieb in Österreich einzuleiten. Ziel von Mobilitätsminister Peter Hanke ist es, einen konkreten Mehrwert im Mobilitätsbedürfnis der Österreicherinnen und Österreicher zu schaffen und einen sicheren Betrieb zu gewährleisten. Automatisierte Mobilität wird auch in der Industriestrategie 2035 als Zukunftsfeld definiert, das ein massives Potential für heimische Wertschöpfung und wirtschaftliche Resilienz birgt. Der Standort Österreich verfügt im Bereich Sensorik sowie Test- und Messtechnik über hohe Kompetenzen, umso wichtiger ist es, diese Stärken aktiv zu nutzen und auszubauen.

„Wir bringen die Innovation auf die Straße.Automatisiertes Fahren ist aus meiner Sicht keine technische Spielerei, sondern leistet einen wesentlichen Beitrag für sichere und zukunftsorientierte Mobilität. Im Mittelpunkt meiner Vision stehen dabei immer die Bedürfnisse und der Mehrwert für die Menschen. Daher ist entscheidend, die Leute mitzunehmen und Vertrauen in die neuen Technologien zu schaffen, die wir bisher nur mit Science-Fiction verbinden. Gleichzeitig ist es unsere Aufgabe, die Stärken unseres Standorts zu stärken und Wertschöpfungspotentiale zu heben“, so Mobilitätsminister Hanke.

AUTOMATISIERTES FAHREN ALS MEHRWERT FÜR DEN ÖPNV IM LÄNDLICHEN BEREICH

Das Mobilitätsministerium verfolgt bewusst den Ansatz, automatisiertes Fahren nicht nur auf den Individualverkehr und Robotaxis zu fokussieren, sondern sieht darin insbesondere eine Chance für den öffentlichen Verkehr im ländlichen Bereich. Das bereits präsentierte Leitprojekt ROBERTA setzt diesen Anspruch konkret um: Vollautomatisierte Busse für den öffentlichen Betrieb, die unter Aufsicht unterwegs sein werden, sollen bis 2030 im echten Linienbetrieb erprobt werden – mit einem Fördervolumen von rund 3,5 Millionen Euro. „Das Mobilitätsministerium investiert seit zwölf Jahren in diese Technologie. Jetzt ist die Zeit des bloßen Testens in isolierten Umgebungen vorbei. Wir schaffen die Voraussetzungen dafür, dass diese Innovation konkret bei den Menschen ankommt – im ländlichen Raum genauso wie in der Stadt“, betonte Hanke.

UMFASSENDER TESTPROZESS BIS ZUM REGELBETRIEB

Das Mobilitätsministerium passt nun die entsprechenden Gesetzesmaterien an, um den erweiterten Testbetrieb zu ermöglichen. Den rechtlichen Rahmen dafür schafft die Novellierung der Automatisiertes Fahren Verordnung gemeinsam mit einer Kraftfahrgesetz (KFG)-Novelle: Sie ermöglicht fahrerloses Fahren unter Aufsicht im öffentlichen Raum und legt damit die Basis für Flottenbetrieb und gewerbliche Anwendungen im Testrahmen. Dazu kommt die Ermöglichung des automatischen Spurwechselvorgangs auf Autobahnen und Schnellstraßen im Regelbetrieb.

Auf Basis der Daten und Erfahrungen, die im Rahmen der Erkenntnisse des erweiterten Testbetriebs gewonnen werden, arbeitet das Mobilitätsministerium parallel an der gesetzlichen Grundlage für einen sicheren, flächendeckenden Regelbetrieb. Ziel ist es, dieses Gesetz noch im kommenden Jahr auf den Weg zu bringen.

Im Herbst 2026 wird Mobilitätsminister Hanke einen Gipfel aller Schlüsselakteure aus Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft einberufen, um gemeinsame Roadmaps für die weitere Entwicklung abzustimmen. Darüber hinaus ist geplant, noch heuer Modellregionen in Österreich auf den Weg zu bringen. Die Ausschreibung dafür startet im Herbst 2026. Hanke will in diesem Zusammenhang den Kommunen die Möglichkeit geben, Vorreiter für ganz Österreich zu werden. Bis Mitte 2027 erfolgt der Auswahlprozess, damit im Jahr 2028 der Betrieb in den Modellregionen starten kann.

INTERNATIONALE STANDARDS UND GEMEINSAME LEARNINGS ENTSCHEIDEND

Österreich unterzeichnet zudem im Juni 2026 die europäische Cross-Border-Initiative für automatisierte Mobilität und gestaltet damit die europäischen Standards aktiv mit. Das Mobilitätsministerium steht mit den europäischen Mitgliedsstaaten in regem Austausch, um voneinander zu lernen und Automatisiertes Fahren als grenzüberschreitende Chance zu verstehen.

Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur
Robert Uitz-Dallinger
Telefon: +436648576959
E-Mail: robert.uitz-dallinger@bmimi.gv.at
Website: https://bmimi.gv.at

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