IV: Stärkung steuerlicher Anreize für längeres Arbeiten positiv

Weitere Reformschritte im Pensionssystem unverzichtbar

Die Auswirkungen des demografischen Wandels auf Arbeitsmarkt und Sozialsysteme ist massiv. Der Fiskalrat weist aktuell wieder auf die starke Ausgabendynamik bei Sozial- und Gesundheitsausgaben, insbesondere auch im Pensionsbereich hin. Laut Statistik Austria befinden sich 750.000 mehr Erwerbstätige seit 2005 am Arbeitsmarkt (+20 Prozent), wobei die Gesamtsumme der tatsächlich in einem Jahr geleisteten Arbeitsstunden nur um 2,1 Prozent gestiegen ist. Dies ist bei einem erwarteten Rückgang der Erwerbspersonen um 120.000 bis 2050 bei gleichzeitigem Anstieg der Bevölkerung in Österreich auf 9,4 Millionen Personen nicht nachhaltig. Der Anstieg der Bevölkerung 65+ von 2025-2050 wird sogar 36 Prozent betragen. „Die Stärkung steuerlicher Anreize für ein längeres Arbeiten ist positiv. Es braucht aber vor allem auch strukturelle Reformschritte im Pensionssystem wie eine schrittweise Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters sowie Einschränkungen bei Frühpensionen“, hält Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), anlässlich des heutigen Ministerratsbeschlusses zur Älterenbeschäftigung fest.

Zu berücksichtigen ist auch, dass nur die Erwerbsbevölkerung in Wien wächst, wobei Rückgänge in ländlichen und industriestarken Regionen bis zu 20 Prozent betragen. „Es ist nun notwendig, Tempo für die Verbesserung des Standortes Österreich einzulegen und Strukturreformen anzugehen. Es braucht gezielte Maßnahmen, um die Beschäftigung in den vorhandenen Arbeitskräftepotentialen zu heben, damit der Standort wettbewerbsfähig bleibt. Dies muss vor allem durch eine Reduktion der Abgabenlast und Anreize zur Arbeitsleistung geschehen“, betont Neumayer abschließend.

Industriellenvereinigung
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