
LH Mikl-Leitner beim Fest der Wirtshauskultur Niederösterreich
„Unsere Wirtshauskultur ist ein echtes Qualitätsversprechen: Hier finden Gäste regionale Produkte, ehrliches Handwerk und herzliche Gastfreundschaft“
Wirtinnen, Wirte, Gastgeberinnen und Gastgeber sowie Gäste aus Tourismus, Wirtschaft, Kultur und Politik trafen sich am gestrigen Montagabend zum „Fest der Wirtshauskultur Niederösterreich 2026“ im Congress Center Luberegg in Emmersdorf an der Donau. Die Wirtshauskultur Niederösterreich sei wesentlich mehr als nur gut zu essen und zu trinken, unterstrich dabei Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. „Unsere Wirtshauskultur ist ein echtes Qualitätsversprechen: Hier finden Gäste regionale Produkte, ehrliches Handwerk und herzliche Gastfreundschaft.“
Das grüne Wirtshauskultur-Schild am Eingang der rund 200 Mitgliedsbetriebe sei mittlerweile zu einem starken Zeichen geworden, so Mikl-Leitner. „Es ist ein Wegweiser zu Qualität, Regionalität, Verlässlichkeit und Gastlichkeit, zu Vielfalt und Kulinarik und zu gelebter Identität.“ In den Betrieben der Wirtshauskultur verbinde man die Liebe zur Tradition mit dem Mut zur Innovation. „Danke dafür unseren Wirtinnen und Wirten, Gastgeberinnen und Gastgebern und ihren Teams.“
Um die Wirtshauskultur in Niederösterreich auch in Zukunft lebendig und erfolgreich zu halten, seien drei Faktoren entscheidend, führte die Landeshauptfrau aus. Erstens brauche es den Mut, neue Wege zu gehen. Man müsse offen für Veränderungen bleiben und gleichzeitig bewahren, was Niederösterreich ausmache. „Das beherrscht unsere Wirtshauskultur seit mehr als 30 Jahren eindrucksvoll“, so Mikl-Leitner, die als Beispiel das neue Format „Yap and Dine“ nannte, „wo wir den Jungen das Gasthaus wieder schmackhaft machen und ihnen die Wirtshauskultur näherbringen wollen.“
Zweitens brauche es junge Talente, die neue Ideen haben und Leidenschaft für die Gastronomie mitbringen. In Niederösterreich setze man früh an, um den Nachwuchs für die Branche zu begeistern, erklärte die Landeshauptfrau und verwies unter anderem auf Initiativen wie „Schule macht Wirtshaus – Wirtshaus macht Schule“, „wo Schülerinnen und Schüler einen Abend ein Wirtshaus übernehmen und so Einblicke in die Gastronomie erhalten.“
Der dritte Punkt seien passende Rahmenbedingungen. „Wir müssen der Bürokratie an den Kragen“, betonte Mikl-Leitner. Man müsse Regulative und Auflagen zurückdrängen – das gelte besonders für Betriebsübergaben. „Hier sind wir gemeinsam mit der Wirtschaftskammer mitten im Prozess, um diese zu vereinfachen und zu erleichtern.“
Die Landeshauptfrau überreichte im Rahmen des gestrigen Wirtshauskulturfestes zudem die Ehrenobmannschaft der Wirtshauskultur Niederösterreich an Harald Pollak, der vom Vorstandsmitglied bis zum Obmann fast zwei Jahrzehnte Verantwortung übernommen hatte. Mikl-Leitner: „Die Wirtshauskultur war fast 20 Jahre eng mit deinem Namen verbunden. Du hast den Verein nicht nur verwaltet, du hast ihn in die Zukunft geführt. Du hast der Wirtshauskultur Niederösterreich deinen Stempel aufgedrückt.“
Der amtierende Obmann der NÖ Wirtshauskultur, Hartmuth Rameder, sagte, die Wirtshauskultur bewahre nicht nur kulinarische Traditionen, das Wirtshaus sei weit mehr. „Es ist ein gesellschaftlicher Schmelztiegel, denn wer gemeinsam isst, verbindet sich mit anderen Menschen, mit Regionen und mit unserer gelebten Kultur.“ Wirtshauskultur sei gelebte Demokratie im Kleinen. „Wenn wir sie stärken, stärken wir unseren Zusammenhalt und gehen so auch gestärkt in die Zukunft“, so Rameder.
Erstmals wurden im Rahmen des gestrigen Festes zwei Live-Prämierungen durchgeführt. Das Publikum vor Ort kürte das kreativste Kurzvideo sowie das prägnanteste Bild eines Wirtshauskultur-Leitprinzips. Den Titel „Social Media Video des Jahres“ holte das Stadtwirtshaus Hopferl für den Clip „Gelebte Vielfalt – die unzähligen Rollen einer Wirtin“. Der Titel „Bild des Jahres“ ging für das Werk „Mehr als ein Wirtshaus“ an das Wirtshaus im Demutsgraben.
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