
SPÖ-Herr zu 40 Jahre Tschernobyl-Katastrophe: „Atomkraftwerke sind weder sicher noch nachhaltig“
Jahrestag ist Auftrag, weiterhin gegen Atomkraft einzutreten – keine Alternative zu wahrhaft erneuerbaren Energien
„Es gibt keine sichere Atomkraft. Atomenergie ist eine Hochrisikotechnologie, auf die wir uns nicht verlassen dürfen“, so Julia Herr, SPÖ-Umweltsprecherin und stv. Klubvorsitzende, anlässlich des 40. Jahrestages der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl am 26. April. „Atomenergie ist weder sicher noch erneuerbar oder nachhaltig. Eine sichere, erneuerbare und nachhaltige Zukunft gibt es nur mit Windkraft, Wasserkraft, Photovoltaik, Biomasse und Geothermie“, hält Herr fest. ****
Die Tschernobyl-Katastrophe ereignete sich am 26. April 1986, als ein Reaktor im Kernkraftwerk explodierte und große Mengen radioaktiver Stoffe freisetzte. Unmittelbar starben etwa 30 Menschen (vor allem Feuerwehrleute und Kraftwerksmitarbeiter), doch langfristig wird geschätzt, dass mehrere tausend Menschen an den Folgen der Strahlung gestorben sind. Die Katastrophe machte weite Teile der Region für Jahrzehnte unbewohnbar, führte zur Evakuierung von über 100.000 Menschen und gilt als schwerster Unfall der zivilen Nutzung der Kernenergie.
Angesichts der Gefahr, die von Atomkraft ausgeht, warnt Herr vor den Entwicklungen in ganz Europa: „Höchst bedenklich erscheinen die Ausbaupläne für Atomenergie in den Nachbarländern Österreichs. Die Bundesregierung muss mit allen rechtlichen und diplomatischen Mitteln dagegen vorgehen.“ Auch die Kriege in der Ukraine und im Iran, in denen Bomben und Raketen in der Nähe von Atomkraftwerken einschlagen, würden zeigen, welches Risiko von Atomkraftwerken ausgeht. Zudem rentiere sich der Bau von Atomkraftwerken auch wirtschaftlich nicht, betont Herr: Die Plan- und Bauzeit beträgt meist über zehn Jahre und verschlingt viele Milliarden Euro. „Atomkraftwerke sind auch wirtschaftlich keine Alternative zu erneuerbaren Energien“, so Herr.
„Die Tschernobyl-Katastrophe ist ein Auftrag für uns, weiterhin gegen Atomkraft einzutreten und auf wahrhaft nachhaltige Energieträger zu setzen“, so Herr abschließend. (Schluss) mf/lw
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