ÖGB: Verbesserte betriebliche Altersvorsorge als sinnvolle Ergänzung – gesetzliche Pension bleibt zentral

Hafenscher: „Mehr Wahlfreiheit ist sinnvoll – entscheidend ist klare Information“

Die geplanten Reformen zur betrieblichen Altersvorsorge bringen aus Sicht des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) wichtige Verbesserungen bei Transparenz, Kosten und Zugangsmöglichkeiten und stellen damit eine sinnvolle Ergänzung zur gesetzlichen Pension dar. „Mehr Wahlmöglichkeiten, geringere Kosten und der Zugang zu Pensionskassen für alle Arbeitnehmer:innen sind klare Fortschritte“, sagt ÖGB-Pensionsexpertin Anja Hafenscher.

ABFERTIGUNG NEU BLEIBT ABGESICHERT

Positiv bewertet der ÖGB auch, dass die Abfertigung NEU unverändert als Standard bestehen bleibt. „Die Kapitalgarantie und die bestehenden Auszahlungsmöglichkeiten sind zentrale Sicherheiten – dass diese erhalten bleiben, ist entscheidend“, so Hafenscher.

NEUE MODELLE MIT RISIKEN

Kritisch sieht Hafenscher hingegen neue langfristige Veranlagungsmodelle: „Höhere Ertragschancen gehen immer mit höheren Risiken einher. Wenn die Garantie entfällt, sind auch Verluste möglich – darüber muss transparent und verständlich informiert werden.“ Mehr Wahlfreiheit funktioniert nur mit klaren Regeln und umfassender Aufklärung. „Arbeitnehmer:innen müssen fundierte Entscheidungen treffen können“, betont Hafenscher.

MEHR TRANSPARENZ DURCH „RUCKSACKPRINZIP“
Das endlich umgesetzte „Rucksackprinzip“ wird von der Pensionsexpertin begrüßt: „Die Zusammenführung der Vorsorgekonten beendet die Zersplitterung und sorgt endlich für mehr Überblick.“

Mag. Toumaj Faragheh
ÖGB-Kommunikation
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