So barrierefrei ist der 70. Eurovision Song Contest im ORF: Mit Aufzeichnungen in Gebärden-Sprache für alle 35 ESC-Lieder

Diese Aussendung ist in Einfacher Sprache verfasst

Der 70. Eurovision Song Contest (ESC) soll eine Veranstaltung für alle Menschen sein. Deshalb ist es wichtig für den ORF, dass der ESC barrierefrei ist. Barrierefrei bedeutet hier, dass alle Menschen den ESC ansehen, anhören und erleben können. Das gilt zum Beispiel für blinde Menschen, Menschen im Rollstuhl oder gehörlose Menschen. Der ORF bietet zum Beispiel an, dass es für jedes ESC-Lied auch eine Sign Performance gibt. So können auch gehörlose Menschen die Lieder verstehen. Außerdem wird es Vibrations-Westen geben, mit denen man den ESC erleben kann. Eine Vibrations-Weste ist ein Kleidungs-Stück, das sich ganz leicht zur Musik bewegt. So können gehörlose Menschen die Musik fühlen. Der ORF wird auch die Accessify-App verwenden. Diese App hilft dabei, dass man Veranstaltungen wirklich für alle barrierefrei planen kann. Der ORF bietet in seinem Fernseh-Programm schon länger Untertitelung, Audio-Beschreibungen und Gebärdensprach-Übersetzungen an. Das wird es auch für die Fernseh-Übertragung des ESC geben. Der ORF achtet aber nicht nur im Fernseh-Programm beim ESC auf Barrierefreiheit, sondern auch in der Wiener Stadthalle und beim Public Viewing. Public Viewing heißt, dass viele Menschen eine Veranstaltung gemeinsam an einem Ort auf einer großen Leinwand anschauen. Das ist beim ESC zum Beispiel am Rathausplatz so. Auch die Stadt Wien hilft dabei, dass alle Veranstaltungen rund um den ESC barrierefrei sind.

Bereits jetzt nimmt man Sign Performances auf

Sign Performance ist Englisch und heißt auf Deutsch Zeichen-Vorstellung. Die Sign Performance ist eine Übersetzung von Liedern in Gebärden-Sprache. Aber die Sign Performance ist auch noch mehr. Denn bei der Sign Performance macht man zusätzlich zu den Gebärden auch Tanz, Theater und verschiedene Gesichts-Ausdrücke. Deshalb ist Sign Performance eine ganz besondere Ausdrucks-Form. Seit 2015 gibt es bereits Sign Performance beim ESC. Der ORF hat viel mitgearbeitet, dass das möglich ist.

Am 16. Jänner 2026 hat der ORF gemeinsam mit WITAF, equalizent und dem ÖGLB 6 gehörlose Darsteller und Darstellerinnen ausgesucht, die die Sign Performances zu den Liedern entwickeln. WITAF ist ein Verein, der Beratung für gehörlose Menschen macht. equalizent ist ein Verein, der viel Bildung zu Gehörlosigkeit anbietet. ÖGLB steht für den Österreichischen Gehörlosen-Bund. Der ÖGLB ist ein Verein, der sich für die Rechte von gehörlosen Menschen einsetzt. Die Darsteller und Darstellerinnen sind Alice Hu Xiaoshu aus Shanghai, Amanda Jovanovic aus Wien, Anja Burghardt aus Linz, Carina Kilinc aus Wien, David Obermaier aus Graz und Julia Kulda Hroch aus Berlin. Diese 6 Menschen entwickeln jetzt Sign Performances für jedes ESC-Lied. Wichtig dabei ist, dass man den Inhalt von den Liedern verstehen kann und dass die Vorstellung gut aussieht. Vom 20. bis zum 25. April nehmen sie die Sign Performances im ORF auf. Man kann die Sign Performances beim Halb-Finale und beim Finale vom ESC im Fernsehen auf ORF 2 Europe sehen. Man kann sie auch auf ORF ON sehen. Auch alle Länder, die beim ESC teilnehmen, bieten die Sign Performances an.

Das sind die barrierefreien Angebote rund um den Eurovision Song Contest

Auch dieses Jahr gibt es beim ORF im Fernseh-Programm und auch online viele barrierefreie Möglichkeiten rund um den ESC. Für die 3 Live-Shows wird es zum Beispiel Audio-Beschreibungen geben. Bei Audio-Beschreibungen erzählen Menschen, was man auf den Bildern im Fernsehen sieht. Außerdem wird es Übersetzungen in Gebärden-Sprache und die Sign Performances geben. Man kann auch alle ESC-Shows mit Untertiteln auf ORF ON ansehen. So können Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen auch den ESC erleben.

Man hat auch gemeinsam mit dem Unternehmen „FullAccess“ Ideen entwickelt, wie man die Wiener Stadthalle noch barrierefreier machen kann als beim ESC 2015. Full Access ist ein Unternehmen aus Wien, das dabei hilft, Veranstaltungen barrierefrei zu planen. In der Wiener Stadthallte gibt es deshalb dieses Jahr zum Beispiel einen Infopoint. Das ist Englisch und heißt auf Deutsch Informations-Punkt. Bei diesem Punkt kann man Menschen nach Informationen zu der Veranstaltung und zur Barrierefreiheit fragen. Es gibt auch ein Begleit- und Abholservice. Dabei holen freiwillige Menschen die Menschen mit Behinderungen ab und begleiten sie durch die Stadthalle. Es gibt auch einen Ruhe-Bereich, Sitz-Plätze für Menschen mit Rollstühlen und barrierefreie Sitz-Plätze. Menschen dürfen außerdem ihre Assistenz-Hunde mitbringen. Assistenz-Hunde helfen Menschen mit Behinderungen. Sie können zum Beispiel blinde Menschen führen. Es gibt auch Gehör-Schutz für Menschen, denen es sonst zu laut auf der Veranstaltung ist. Außerdem gibt es verschiedene Unterstützungen für das Hören und Vibrations-Westen. Mit diesen Westen können gehörlose Menschen die Musik fühlen. Vor allem Menschen mit einer Seh-Behinderung und neurodivergente Menschen können auch eine Backstage-Führung in der Wiener Stadthalle machen. Dabei können sie viele Dinge mit den Händen fühlen, die es hinter der Bühne gibt. Neurodivergente Menschen sind zum Beispiel Menschen mit ADHS oder Autismus. Damit man bei so einer Führung mitmachen kann, braucht man ein gültiges Ticket für eine ESC-Show in der Stadthalle.

Auch wichtig ist die App Accessify.Live. Man kann mit dem eigenen Handy einen QR-Code in der Stadthalle scannen. Die App zeigt dann zum Beispiel Audio-Beschreibungen, Übersetzung in Gebärden-Sprache, Untertitel und Sign Performances vom ESC am Handy. Man muss die App dazu nicht mal herunterladen.

Der Wiener Rathausplatz und der Club Prater DOME versuchen möglichst barrierefrei zu sein

Am Wiener Rathausplatz gibt es das Eurovision Village. Das ist Englisch und heißt auf Deutsch Eurovisions-Dorf. Vom 10. bis zum 17. Mai kann man dort essen, trinken und gemeinsam den ESC beim Public Viewing anschauen. Es wird auch noch andere Veranstaltungen rund um den ESC im Eurovision Village geben. Zum Beispiel kann man dort auch tanzen und feiern und ein Quiz spielen. Man kann auch im Eurovision Village die App Accessify.Live verwenden. Außerdem wird es bei den ESC-Shows einen eigenen Bild-Schirm geben, auf dem man die Übersetzung in Gebärden-Sprache und die Sign Performances sieht. Dieser Bild-Schirm wird am linken Rand von der Bühne sein. Dort ist auch die Plattform, wo die Menschen mit Rollstühlen sitzen können. Menschen im Rollstuhl können am besten durch die Lichtenfelsgasse ins Eurovision Village kommen. Dort ist nämlich die Rollstuhl-Plattform. Diese Plattform hat auch ein Dach. Man muss sich nicht anmelden, um die Plattform nutzen zu können. Auch im Eurovision Village gibt es Hör-Unterstützungen und Ruhe-Bereiche und man darf Assistenz-Hunde mitnehmen. Man kann auch elektronische Rollstühle dort aufladen.

Der Club Prater DOME wird der EuroClub sein. Das heißt, dass es dort vom 11. bis zum 16. Mai Parties mit dem Thema ESC geben wird. ESC-Fans können dort also gut feiern. Auch der Prater DOME bemüht sich, möglichst barrierefrei zu sein. Mit Rollstühlen kommt man gut durch den Eingang und auf die Tanz-Fläche im Erdgeschoss. Andere Bereiche kann man mit einem Lift erreichen. Es gibt eine barrierefreie Toilette. Begleit-Personen von Menschen mit Behinderung haben außerdem freien Eintritt in den Club. Es gibt auch einen Bereich nahe an der Bühne, in dem man die Musik gut spüren kann. So können auch gehörlose Menschen die Musik erleben.

Die Stadt Wien zeigt sich als weltoffen

Die Stadt Wien versucht beim ESC 2026 so barrierefrei zu sein, wie es noch nie eine andere Stadt vorher gewesen ist. Damit zeigt die Stadt Wien, dass sie weltoffen und inklusiv ist. Die Stadt Wien zeigt damit auch, dass Inklusion und Barrierefreiheit für alle gut möglich sind. Deshalb gibt es auch bei allen Veranstaltungen rund um den ESC die barrierefreien Angebote.

Außerdem macht die Stadt Wien gemeinsam mit dem ESC eine Kampagne für Inklusion. Eine Kampagne ist eine Werbung, die aus vielen verschiedenen Plakaten, Fernseh-Beiträgen und anderen Dingen besteht. Eine Kampagne dauert mehrere Tage oder Wochen und soll auf ein Thema aufmerksam machen. Diese Inklusions-Kampagne soll darauf aufmerksam machen, dass Menschen sich auch selbst für Barrierefreiheit einsetzen können. Sie können zum Beispiel freiwillig bei wichtigen Organisationen mitarbeiten, die sich zum Beispiel um obdachlose Menschen kümmern. Sie können auch dabei helfen, barrierefreie Freizeit-Angebote für Menschen mit Behinderungen zu machen. Außerdem können sie dabei helfen, barrierefreie Veranstaltungen zu planen. Bei der Kampagne arbeitet die Stadt Wien mit der Plattform „Freiwillig für Wien“ zusammen. Bei dieser Plattform kann man sehen, welche freiwilligen Organisationen zum Beispiel gerade Hilfe brauchen. Dann kann man dort mitarbeiten. Man kann die Kampagne jetzt schon sehen. Man kann die Kampagne im öffentlichen Raum sehen, das sind zum Beispiel Straßen und Plätze. Man kann die Kampagne auch online sehen und auf den Social-Media-Plattformen von der Stadt Wien. Das kann man hier machen: https://wien.gv.at/inklusion.

Wenn man noch Fragen hat, kann man sich hier melden:

Eurovision Song Contest 2026
Johannes Mayer
Deputy Head of Communications
(01) 87878 – DW 13163
johannes.mayer@orf.at
presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender