vida-Mjka zu Reformplänen: Qualität im Gesundheitsbereich geht über Personalausstattung!

Debatte lässt Qualitäts- und Personalstandards vermissen.

Gerald Mjka, Gesundheitssprecher und stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft vida, äußert sich zu unterschiedlichen Wortmeldungen zur Umgestaltung im Gesundheitssystem. Ergebnisse müssen daran gemessen werden, was sich wirklich für die Patient:innen verbessert. „Da wir uns für Verbesserungen für Patient:innen und Beschäftigte einsetzen, greift die Debatte derzeit zu kurz. Wenn wir eine so große Reform angehen, sollte sie auch dazu genutzt werden, Qualitäts- und Personalstandards zu etablieren, die langfristig eine hochwertige Versorgung für Patient:innen sicherstellen“.

Damit verweist er auf bekannte strukturelle Probleme im Spitalswesen, auf die die vida bereits mehrfach hingewiesen hat. Zudem sei es wichtig, dass alle Partner – auch die Beschäftigten – gleichberechtigt eingebunden werden“, betont Mjka.

Reform braucht Qualitäts- und Personalstandards

Beschäftigte in den Krankenhäusern berichten immer wieder von hoher Arbeitsbelastung infolge von Unterbesetzungen. Ein zentrales Problem sei das Fehlen eines einheitlichen gesetzlichen Personalschlüssels, der festlegt, wie viele Mitarbeiter:innen pro Patient:in eingesetzt werden müssen.

Die Kollektivvertragsverhandlungen in den Ordensspitälern Oberösterreichs, die sich von September 2025 bis Ende März hinzogen, zeigen deutlich, wie dringend die Beschäftigten Entlastung brauchen – und wie schwierig es ist, diese durchzusetzen. Erst nach acht Verhandlungsrunden und zwei Streiks wurden den Spitalsmitarbeiter:innen immerhin 15 Stunden zusätzliche Freizeit pro Jahr zugesagt. „Die KV-Verhandlungen in den oberösterreichischen Ordensspitälern sind ein schmerzliches Beispiel dafür, dass jede Verbesserung der Arbeitsbedingungen hart erkämpft werden muss“, erinnert Mjka.

Entlastung für Beschäftigte

Zusammenfassend bewertet die vida den Vorschlag nach einem einheitlichen Dienst- und Besoldungssystem also grundsätzlich positiv. „Aber am System der Kollektivverträge ist nicht zu rütteln. Gleichzeitig braucht es endlich wirksame Maßnahmen zur Entlastung der Beschäftigten“, stellt Mjka abschließend klar. Ein Ausbildungsbooster und attraktive Arbeitsbedingungen, die unsere Kolleg:innen qualitätsvolle Arbeit machen lassen, sind dafür die Voraussetzung.

Gewerkschaft vida
Cornelia Groiss
Telefon: +43 664 6145 756
E-Mail: cornelia.groiss@vida.at

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