Neue Stiftungsprofessur für „Safe and Sustainable by Design“ stärkt Lehre, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit

Kathrin Weiland hat mit 1. März 2026 die Stadt Wien Stiftungsprofessur für Safe and Sustainable by Design übernommen.

Mit der Stadt Wien Stiftungsprofessur „Safe and Sustainable by Design“ (SSbD) wird ein zentrales Zukunftskonzept für sichere und nachhaltige Produkte dauerhaft in Lehre, Forschung und gesellschaftlichem Transfer verankert. Die FH Technikum Wien übernimmt damit eine Vorreiterrolle und zeigt, wie moderne Ausbildung auf die Herausforderungen unserer Zeit antworten kann.

WAS BEDEUTET „SAFE AND SUSTAINABLE BY DESIGN“?

Jeden Tag kommen wir mit Produkten wie Lebensmittelverpackungen, elektronischen Geräten, Textilien und Kosmetika in Berührung. Doch wie sicher für uns und die Umwelt sind die darin enthaltenen Materialien und Chemikalien? Welche Auswirkungen haben sie heute und in den nächsten 20 Jahren? Genau hier setzt das Konzept „Safe and Sustainable by Design“ der Europäischen Kommission an.

Es bietet einen freiwilligen, aber wissenschaftlich fundierten Rahmen, der Sicherheits-, Gesundheits-, Umwelt- und Klimaaspekte bereits in der frühesten Phase der Produktentwicklung berücksichtigt und nicht erst, wenn ein Produkt bereits auf dem Markt ist. Ziel ist es, Produkte zu schaffen, die die menschliche Gesundheit schützen, die Umwelt so wenig wie möglich belasten, recyclingfähig sind, Abfall vermeiden und Ressourcen schonen. Kurz gesagt: Sicherheit und Nachhaltigkeit sollen von Anfang an integriert sein.

EINE PROFESSUR ALS STRATEGISCHER KNOTENPUNKT

Mit der Etablierung einer Stiftungsprofessur wird SSbD systematisch in Lehre und Forschung an der FH Technikum Wien verankert. Die Professur fungiert als zentrale Schnittstelle, die bestehende Kompetenzen bündelt und neue Impulse setzt. Umwelt- und Bioprozesstechnik, Ökotoxikologie, Mikroplastikforschung, Lebenszyklusanalysen und regulatorische Bewertung fließen hier zusammen.

KATHRIN WEILAND übernimmt ab 1. März 2026 die Stiftungsprofessur für Safe and Sustainable by Design. Als Wissenschaftlerin und Lektorin an der FH Technikum Wien bringt sie tiefgreifende Expertise in biobasierten advanced materials mit, also Hochleistungswerkstoffen auf Basis nachwachsender Rohstoffe.

Biobasierte Materialien gelten als vielversprechende Alternative zu konventionellen, oft petrochemisch basierten Werkstoffen. Sie vereinen Leistungsfähigkeit mit einem deutlich geringeren ökologischen Fußabdruck und sind damit geradezu prädestiniert dafür, SSbD-Prinzipien in der Praxis umzusetzen. Als Professorin setzt Kathrin Weiland darauf, dass„Safe and Sustainable by Design“ kein abstraktes Konzept bleibt, sondern zum integralen Bestandteil von Forschung und Lehre wird – von der ersten Materialentwicklung bis zur Bewertung des gesamten Lebenszyklus.

Mit ihrer Arbeit schlägt sie eine Brücke zwischen innovativer Materialforschung und den regulatorischen sowie gesellschaftlichen Anforderungen an eine nachhaltige Chemie – und macht dieses Wissen für Studierende unmittelbar erfahrbar.

Die Stadt Wien Stiftungsprofessur für SSbD wurde von ROMANA HORNEK-GAUSTERER eingeworben. Als European Registered Toxicologist (ERT) und Leiterin des BACHELOR-STUDIENGANGS NACHHALTIGE UMWELT- UND BIOPROZESSTECHNIK bringt sie langjährige Erfahrung als regulatorische Ökotoxikologin mit und bleibt mit dem Projekt inhaltlich und in der Forschung verbunden.

WAS DAS FÜR STUDIERENDE BEDEUTET

Besonders profitieren der Bachelor-Studiengang NACHHALTIGE UMWELT- UND BIOPROZESSTECHNIK und der Master-Studiengang ÖKOTOXIKOLOGIE UND UMWELTMANAGEMENT. SSbD-Inhalte werden gezielt in Lehrveranstaltungen integriert, durch neue interdisziplinäre Formate und mit aktuellem Wissen und Bewertungstools ergänzt, um Materialien und Prozesse ganzheitlich zu bewerten und nachhaltig zu gestalten. Dadurch wird eine neue Generation von Expert*innen im nachhaltigen Design aufgebaut. Studierende lernen, interdisziplinär zu arbeiten und Fragestellungen aus unterschiedlichen Perspektiven, von chemischen Eigenschaften über Umweltwirkungen bis hin zu Lebenszyklusanalysen, zu betrachten. Der praxisorientierte Ansatz ermöglicht es, theoretisches Wissen direkt auf reale Herausforderungen anzuwenden.

ZUSAMMENARBEIT ALS SCHLÜSSEL ZUM ERFOLG

SSbD funktioniert nicht im Alleingang. Die Umsetzung erfordert ein gemeinsames Vorgehen über Disziplinen und Institutionen hinweg. Kollaboration und aktiver Austausch sind zentrale Elemente, um komplexe Herausforderungen effektiv zu adressieren. Die FH Technikum Wien versteht sich dabei als Brückenbauerin zwischen Grundlagenforschung, angewandter Entwicklung und industrieller Umsetzung. Ziel ist es, gemeinsam mit Partnern Lösungen zu entwickeln, die technologisch innovativ, nachhaltig und sicher sind. Die FH Technikum Wien arbeitet mit Unternehmen unterschiedlicher Größe sowie mit Forschungseinrichtungen zusammen. Diese Kooperationen ermöglichen innovative Ansätze in realen Anwendungskontexten zu erproben und weiterzuentwickeln.

AKTUELLER STAND: DAS JRC-RAHMENWERK 2025

Auch auf europäischer Ebene ist Bewegung in das Thema gekommen. Das Joint Research Centre (JRC) der Europäischen Kommission hat seinen SSbD-Rahmen überarbeitet, um Chemikalien und Materialinnovationen besser an den Clean Industrial Deal anzupassen. Die jüngste Publikation _„__Safe and Sustainable by Design chemicals and materials – Revised Framework“_ (2025) definiert aktualisierte Kriterien, Bewertungslogiken und Datenanforderungen und gilt aktuell als zentrale europäische Referenz für Forschung und Innovation in diesem Bereich.

Druckfähige Fotos von Kathrin Weiland: https://cloud.technikum-wien.at/s/LySfxTAso7D4rJg

Druckfähiges Bildmaterial zur FH Technikum Wien: https://cloud.technikum-wien.at/s/WdHJJsCS7MWo5Df

FH Technikum Wien
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