
Freudentag für den Tierschutz: Mehr Schutz für Hunde und Katzen
EU-weite Mindeststandards in Zuchtbetrieben erreicht, Maßnahmen gegen illegalen Welpen- und Kätzchenhandel beschlossen
Über 200 Millionen Katzen und Hunde werden EU-weit als Haustiere gehalten. Viele davon kommen aus Zuchtbetrieben, wo EU-weit komplett unterschiedliche Standards herrschen. Viele Mitgliedsstaaten haben extrem dürftige, manche sogar gar keine Mindeststandards für Katzen und Hunde in Zuchtbetrieben. Dem hat das Europaparlament heute einen Riegel vorgeschoben:
„Trotz Versuchen konservativer Abgeordneter, allen voran Alexander Bernhuber, dieses Gesetz zu verhindern, konnten wir heute einen Meilenstein im Tierschutz beschließen. Zugang zu Sonnenlicht, artgerechtes Futter, Mindestplatzangaben und vieles mehr – endlich haben wir Mindeststandards für die Haltung von Katzen und Hunden in Zuchtbetrieben in ganz Europa und damit mehr Tierwohl für unsere vierbeinigen Freunde.“ freut sich Europaabgeordneter und Agrarsprecher der Grünen im Europäischen Parlament, Thomas Waitz.
Ein weiteres riesiges Problem im Haustierbereich ist der illegale Handel mit Welpen und Kätzchen. 60% aller Haustierkäufe finden über das Internet statt. Für Käufer*innen ist es dabei quasi unmöglich herauszufinden, ob die Katzen und Hunde auf legalem Wege nach Österreich kommen. Das kann ernste, negative Konsequenzen haben, wenn etwa Züchter*innen im Problemfall nicht mehr auffindbar sind. Schon lange fordern Tierschutzorganisationen in ganze Europa daher eine verpflichtende Kennzeichnung von Katzen und Hunden. Dem kommt das Europäische Parlament heute nach. In 10 Jahren müssen EU-weit alle Hunde, in 15 Jahren alle Katzen gechippt werden.
„Mit der Chippflicht, die wir heute beschlossen haben, muss jeder Hund und jede Katze vor dem Verkauf gechippt werden. Damit ist nachvollziehbar, wo die Tiere herkommen. Illegale Zucht und Geschäfte am Schwarzmarkt werden damit wesentlich erschwert. Das ist ein guter Tag für den Tierschutz in Europa!“, so Waitz.
Die heute beschlossenen Regeln betreffen ausschließlich Züchter*innen, nicht private Tierhalter*innen.
Pressesprecherin Thomas Waitz
Ricarda Pfingstl, BA BA MA
Telefon: +32 470 29 89 17
E-Mail: ricarda.pfingstl@europarl.europa.eu
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