Träger*inneninitiative begrüßt Erhöhung der Inklusionsförderung – fordert aber grundlegende Reform

Die Träger*inneninitiative Elementare Bildung Wien begrüßt die gestern im Gemeinderat beschlossene Erhöhung der Inklusionsförderung für Kindergärten. Gleichzeitig muss jedoch festgehalten werden, dass die strukturellen Probleme des aktuellen Fördersystems weiterhin ungelöst bleiben und bislang jährlich gewährte Sonderförderungen für das Jahr 2026 entfallen. Wer Inklusion ernst meint, muss sie strukturell für alle Kinder absichern. Daher ist es notwendig, so rasch wie möglich die Reform des Fördersystems voranzutreiben und zu einem Abschluss zu bringen.

WICHTIGER SCHRITT – STRUKTURELLES PROBLEM BLEIBT BESTEHEN

Die Erhöhung der Inklusionsförderung wird als notwendiger Schritt und wichtiges Signal gewertet. Sie würde dazu beitragen, mehr Kindern mit einem erhöhten Betreuungsbedarf einen Kindergartenplatz zu ermöglichen. Wir begrüßen die zusätzlichen Mittel, die trotz der angespannten Budgetlage bereitgestellt wurden. Gleichzeitig betonen wir die dringende Notwendigkeit, die strukturellen Defizite im bestehenden Fördersystem zu beheben.

Die derzeitige Förderstruktur ist nicht mehr zeitgemäß und führt weiterhin zu Unsicherheiten für Trägerorganisationen. Sie erschwert die Personalbindung und gefährdet eine nachhaltige Qualitätsentwicklung. Als langjährige Partner*innen der Stadt Wien tragen die Diakonie Bildung, Kinderfreunde Wien, Kinder in Wien und St. Nikolausstiftung mit ihren hohen Qualitätsstandards täglich Verantwortung für qualitativ hochwertige inklusive Bildungsarbeit – ohne entsprechende Grundförderung ist diese jedoch nicht dauerhaft tragbar.

REFORM DRINGEND NOTWENDIG

Vor diesem Hintergrund fordert die Träger*inneninitiative Elementare Bildung Wien eine grundlegende Reform des Fördersystems statt punktueller Nachbesserungen. Trägerorganisationen müssen rasch und verbindlich in die Entwicklung eines neuen Fördersystems eingebunden werden. Eine strukturelle Absicherung und echte Mitgestaltung sind notwendig, damit qualitätsvolle und inklusive Bildungsarbeit langfristig möglich ist. Die Träger*inneninitiative ist überzeugt, dass dies zu einer Sicherung der Qualität in den Bildungseinrichtungen beiträgt.

Die Initiative, bestehend aus Diakonie Bildung, Kinderfreunde Wien, Kinder in Wien (KIWI) und St. Nikolausstiftung, hat sich 2020 unter dem Namen „Träger*inneninitiative Elementare Bildung Wien“ zusammengeschlossen, um Anliegen und Positionen im Bereich der Elementarpädagogik und institutionellen außerschulischen Nachmittagsbetreuung gemeinsam zu vertreten. Gemeinsam betreuen diese Organisationen rund 28.000 Kinder und decken damit rund 30 Prozent des elementaren Bildungs- und Betreuungsbedarfs in den Wiener Kindergärten und Horten ab. Hohe Qualitätsleistungen und fachliche Standards zeichnen die Trägerorganisationen aus.

Kinderfreunde Wien:
Julia Lenhard, T: 014012520064
julia.lenhard@wien.kinderfreunde.at
www.wien.kinderfreunde.at

Diakonie Bildung:
Karin Brandstötter, T: 0664 827 34 83,
karin.brandstoetter@diakonie.at ,
www.bildung.diakonie.at

Kinder in Wien (KIWI):
Susanne Borth, T: 015267007
s.borth@kinderinwien.at ,
www.kinderinwien.at

St. Nikolausstiftung
Gabriele Zwick, T: 01 51552-3836
g.zwick@nikolausstiftung.at
www.nikolausstiftung.at

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