WK-Mandl: Lohnnebenkostensenkung ist Schritt in die richtige Richtung

WK-Präsident Jürgen Mandl begrüßt die geplante Entlastung für Betriebe, sieht aber die Gegenfinanzierung innerhalb der Wirtschaft kritisch.

Die angekündigte Senkung der Lohnnebenkosten ist aus Sicht des Kärntner Wirtschaftskammerpräsidenten Jürgen Mandl ein Schritt in die richtige Richtung zur rechten Zeit. „Gerade in einer wirtschaftlich angespannten Phase ist jede Entlastung der Betriebe ein wichtiges Signal“, so Mandl. Angesichts der aktuellen konjunkturellen Herausforderungen brauche es Maßnahmen, die die Wettbewerbsfähigkeit stärken und Investitionen erleichtern.

Mandl betont, dass eine Senkung der Lohnnebenkosten nicht nur die Betriebe entlaste, sondern auch positive Effekte auf Beschäftigung und Wachstum haben könne. „Wenn Arbeit günstiger wird, profitieren letztlich auch der Standort und die Beschäftigten“, so Mandl. Die Wirtschaft habe sich seit längerem klar für diesen Schritt ausgesprochen, da Österreich im internationalen Vergleich zu den Ländern mit den höchsten Lohnnebenkosten zähle. „Ein Prozentpunkt Absenkung ist zweifelsohne nicht der ganz große Wurf, aber angesichts der budgetären Gesamtsituation und vielfältiger Herausforderungen ist der Bundesregierung für dieses Signal Respekt zu zollen“, so Mandl.

Kritisch sieht Mandl jedoch die vorgesehene Gegenfinanzierung innerhalb der Wirtschaft. Diese dämpfe die entlastende Wirkung und sei ein klarer Wermutstropfen der Reform. „Entscheidend wird sein, dass unter dem Strich eine echte Entlastung bei den Betrieben ankommt“, hält Mandl fest. Insgesamt sei die Maßnahme aber ein notwendiger erster Schritt, dem weitere Reformen folgen müssten, um den Standort nachhaltig zu stärken.

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