Grüne Wien/Wirnsberger ad Verbot von Altkleidercontainern: Richtiger Schritt für mehr Transparenz und Nachhaltigkeit

„Dieser Schritt war längst fällig. Der öffentliche Raum ist Gemeingut, keine billige Infrastruktur für gewinnorientierte Unternehmen“, begrüßt Tina Wirnsberger, Umweltsprecherin der Grünen Wien die heute bekannt gewordene Entscheidung der Stadt Wien, das Aufstellen von Altkleidercontainern im öffentlichen Raum ab 1. Jänner 2027 zu verbieten. Damit werde eine zentrale Forderung der Grünen umgesetzt.

„Was nach Wohltätigkeit aussieht, ist in Wahrheit oft ein profitables Geschäftsmodell mit zweifelhaftem ökologischem und sozialem Nutzen. Wien braucht ein transparentes, ökologisch sinnvolles und sozial gerechtes Altkleidersystem – keine gewinnorientierte Schattenwirtschaft auf Kosten der Umwelt und des Globalen Südens“, hält Wirnsberger fest.

Altkleidercontainer führten im öffentlichen Raum zunehmend zu massiven Problemen. Überfüllte Container werden häufig durchwühlt, zurück bleiben vermüllte Straßen und ein zunehmendes Ärgernis für Anrainer:innen.

Zudem zeige sich seit Jahren, dass große Teile der gespendeten Kleidung nicht sinnvoll weiterverwendet werden. „Wer glaubt, mit einer Kleiderspende Gutes zu tun, unterstützt unter Umständen unwissentlich ein System, das Umweltzerstörung exportiert.“ Ein erheblicher Anteil der Altkleider endet als Müll – oft im Globalen Süden – und belastet dort Umwelt und lokale Wirtschaft massiv.

Umso wichtiger sei es, dass die Stadt Wien nun die richtigen Konsequenzen zieht. „Das Verbot von Altkleidercontainern im öffentlichen Raum ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Nun muss die Stadt Wien gemeinsam mit sozialen Unternehmen die Sammlung, Sortierung und Wiederverwertung von Altkleidern rasch selbst in die Hand nehmen und das System der MA 48 entsprechend ausbauen“, fordert Wirnsberger.

Gleichzeitig brauche es dringend Maßnahmen an der Wurzel des Problems: „Die Müllberge aus Alttextilien wachsen in Wien rasant an. Die Stadtregierung muss aktiv gegen die Ursachen vorgehen und Fast-Fashion-Konzernen einen Riegel vorschieben.“

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