Start der Erdbeersaison: Österreich setzt auf gesunde Pflanzen statt Pestizide

GLOBAL 2000 untersucht Pestizideinsatz für Erdbeeren in Billa-Supermärkten

Mit dem Beginn der Erdbeersaison in Österreich steigt die Vorfreude auf die frischen, rot leuchtenden Früchte. Sehr erfreulich ist die Ernte aus Österreich, die gerade in den Verkauf kommt. „Heimische Erdbeeren haben Topqualität und werden großteils nachhaltig und klimafreundlich produziert. Das ist das Ergebnis einer jahrelangen Partnerschaft mit der Landwirtschaft und Billa. Gemeinsam reduzieren wir chemische Pestizide Schritt für Schritt – für eine saubere Umwelt und gesunde Lebensmittel”, freut sich Kurt Stockinger, Agrartechniker der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000.

IM EINSATZ FÜR DIE PESTIZID-REDUKTION

Stockinger ist einer von acht Expert:innen des Pestizid-Reduktions-Programms von GLOBAL 2000, das sich seit über 20 Jahren für hochwertiges Obst und Gemüse mit minimalem Einsatz von chemischen Pestiziden einsetzt. Zum Beispiel gegen den Mehltau-Pilz als eines der größten Probleme für Erdbeerkulturen. „Früher hat man gegen Mehltau deutlich mehr Pestizide eingesetzt, die auch hormonell wirksam waren und gesundheitsschädlich sein könnten – auch für die Landwirtinnen und Pflücker selbst“, weiß Stockinger. GLOBAL 2000 weist seit Jahren auf die Gefährlichkeit vieler Mittel hin und schafft damit Bewusstsein für Alternativen. Robuste Sorten, strenge Hygiene, optimierte Belüftung und genaues Monitoring verhindern Schäden durch Pilze. Gegen Schädlinge helfen Nützlinge wie Raubmilben oder Marienkäfer.

VIELE STRATEGIEN GEGEN VIELE KRISEN

Leicht haben es die heimischen Produzent:innen nicht. Klimakrise, Energiekrise und hohe Lohnkosten treiben die Preise. Viele unterschiedliche Strategien machen sie konkurrenzfähig mit anderen Ländern. Stockinger: “Die eigene Stromversorgung und Wärmepumpen senken die Energiekosten und machen unabhängig. Eine kluge Fruchtfolge macht den Boden gesünder, und unterschiedliche Standorte und Höhenlagen sorgen für stabile Ernten“. Die Erdbeeren wachsen sowohl im Glashaus als auch im Folientunnel sowie im Freiland. Auch mit High-Tech wird die Ernte geschützt: In Niederösterreich startet demnächst ein vielversprechender Pilotversuch mit einem Roboter, der UV-Licht gegen Pilzsporen einsetzt.

Bei den regelmäßigen Kontrollen von GLOBAL 2000 schneiden regionale Erdbeeren im Vergleich mit Importware bei Pestizideinsätzen und Rückständen deshalb auch deutlich besser ab. Davon profitieren Menschen und Artenvielfalt.

ÜBER DAS PRP

Das Pestizid-Reduktions-Programm (PRP) von GLOBAL 2000 arbeitet eng mit Bäuerinnen und Bauern sowie dem Handelsunternehmen REWE zusammen, um den Einsatz von Pestiziden zu verringern. Das PRP-Team kontrolliert weltweit Obst- und Gemüsesorten auf die Einhaltung strenger Pestizid-Richtlinien. In über 20 Jahren hielten mehr als 90 % der Proben die strengen Kriterien des PRP ein.

Christoph Gerhardt
Pressesprecher GLOBAL 2000
+43 699 14 2000 26
christoph.gerhardt@global2000.at

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