
AKM bringt Songwriting und Innovation zum Eurovision Song Contest 2026
_Im Rahmen des Eurovision Song Contest 2026 war die AKM mit einem eigenen Programmpunkt im Eurofan House im Wien Museum vertreten. Im Mittelpunkt standen aktuelle Themen der Musikbranche – von der Rolle der Songwriter:innen im ESC-Wettbewerb bis hin zu innovativen technologischen Lösungen für den Live-Bereich._
SONGWRITER:INNEN IM FOKUS: ZWISCHEN SICHTBARKEIT UND ANERKENNUNG
Gemeinsam mit der University of Leeds und der Middlesex University London präsentierte die AKM die aktuellen Ergebnisse der „Eurovision Songwriters Survey“. Ziel der Studie ist es, die Erfahrungen von Eurovision-Songwriter:innen sichtbar zu machen und ihnen eine stärkere Stimme im Diskurs zu geben.
Die Auswertung der Daten sowie vertiefende Interviews zeichnen ein differenziertes Bild: Einerseits wird der Eurovision Song Contest von Songwriter:innen als einzigartige Plattform mit hoher internationaler Reichweite und kreativen Chancen wahrgenommen. Andererseits äußern viele die Sorge, dass ihre Rolle zunehmend in den Hintergrund tritt – insbesondere im Vergleich zur starken Präsenz der Performer:innen im Wettbewerb.
Besonders deutlich zeigt sich dabei der Wunsch nach stärkerer Einbindung und Sichtbarkeit: 83% der befragten Songwriter:innen wünschen sich einen offiziellen Platz in der nationalen Delegation sowie finanzielle Unterstützung für die Teilnahme am Contest. Zudem sprechen sich 75% für eine sichtbarere Nennung von Songwriter:innen auf offiziellen Eurovision-Plattformen aus.
In einer anschließenden Podiumsdiskussion wurden diese Themen gemeinsam mit drei Songwriterinnen vertieft, die bereits für den Eurovision Song Contest geschrieben haben: Singer-Songwriterin und AKM-Mitglied Ella Stern, die britische Songwriterin Emma Gale sowie die polnische Songwriterin und Produzentin Weronika Gabryelczyk.
Die Diskussion bestätigte viele Ergebnisse der Studie: Der Eurovision Song Contest wird von Songwriter:innen als große kreative Chance wahrgenommen, gleichzeitig wünschen sich viele mehr Sichtbarkeit und Unterstützung – insbesondere über die nationalen Vorentscheide hinaus.
Ella Stern, Co-Autorin des diesjährigen österreichischen ESC-Beitrags „Tanzschein“: „Dies war meine erste Erfahrung, für andere Künstler:innen zu schreiben, und auch mein erster Einblick in die Eurovision-Welt. Bisher war das unglaublich spannend. Ich habe interessante Menschen kennengelernt und wertvolle neue Erfahrungen gesammelt. Ich fühle mich als Songwriterin durchaus wahrgenommen und anerkannt.“
Dr. Samuel Murray, University of Leeds und Leiter der Studie: „Diese Veranstaltung hat einen einzigartigen Raum für ESC-Songwriter:innen geschaffen, um sich zu vernetzen, Erfahrungen auszutauschen und neue Beziehungen aufzubauen.“
TECHNOLOGISCHE INNOVATION FÜR DEN LIVE-BEREICH
Im zweiten Teil der Veranstaltung präsentierte die AKM gemeinsam mit dem Schweizer Tech-Start-up _nowon_ ein innovatives System zur automatisierten Musikerkennung im Live-Bereich. Die Technologie erkennt gespielte Werke in Echtzeit und ordnet sie automatisch den entsprechenden Urheber:innen zu.
Ziel ist es, die bislang manuelle Erstellung von Setlists zu ersetzen und damit sowohl den Aufwand für Urheber:innen zu reduzieren als auch die Qualität und Effizienz der Tantiemenverteilung für Verwertungsgesellschaften weiter zu steigern.
AKM-Präsident Peter Vieweger betont: „Gezielte Technologieinvestitionen sind Voraussetzung für eine auch in Zukunft präzise Verteilung der Tantiemen an unsere Mitglieder.“
Vor Ort vorgestellt wurde das Projekt von Susanne Grainer, Leitung der Abteilung Live-Aufführungen der AKM, sowie Yanik Di Roma, CEO und Co-Founder von _nowon_. Ergänzt wurde die Präsentation durch einen praxisnahen Testlauf: Ein Konzert der österreichischen Künstlerin und Produzentin PAENDA im Euro-Club wurde im Vorfeld mit dem System live gemonitort. Dabei erkannte und identifizierte die Technologie alle vier gespielten Songs vollständig und ordnete sie korrekt zu. Die automatisierte Setlist konnte dadurch bereits kurze Zeit später erstellt und versendet werden.
„Es war wirklich beeindruckend, wie einfach das Tool funktioniert. Für Künstler:innen wie mich ist das eine enorme Erleichterung und ich kann anderen Musiker:innen nur empfehlen, damit zu arbeiten,“ so PAENDA.
Auch aus Sicht der Entwickler zeigt sich das Potenzial deutlich: „Die Zukunft der Musikrechteverwaltung wird datengetrieben und automatisiert sein. Entscheidend ist, dass diese Technologien im Sinne der Musikschaffenden entwickelt werden“, sagt Yanik Di Roma.
AUSTAUSCH, FORSCHUNG UND ZUKUNFTSPERSPEKTIVEN
Mit der Kombination aus wissenschaftlichen Erkenntnissen, künstlerischen Perspektiven und technologischen Innovationen setzte die AKM im Rahmen des Eurovision Song Contest ein klares Zeichen: für mehr Sichtbarkeit von Songwriter:innen, für den Dialog innerhalb der Branche und für die Weiterentwicklung der Musikrechteverwaltung im digitalen Zeitalter.
AKM e.Gen.m.b.H.
Stefanie Geier
Telefon: 050717-19106
E-Mail: stefanie.geier@akm.at
Website: https://www.akm.at
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