AK Wien: Stadtpolitik kann mit wenig Geld einiges bewegen

Wie lebenswerte, klimafitte Städte trotz knapper Kassen gestaltet werden können.

MIT WENIG GELD MEHR BEWEGEN: WIEN HAT DA SCHON EINIGES IN PLANUNG VON KOSTENSPARENDEN RADWEGEN IN LEICHTBAUWEISE, DURCH SCHWELLEN VOM AUTOVERKEHR GETRENNT, ODER GEZIELTE VERKEHRSBERUHIGUNG IN WOHN-GRÄTZEL. „IN DEN NÄCHSTEN JAHREN WIRD DIE STADT WENIGER GELD ZUR VERFÜGUNG HABEN, ABER GLEICHZEITIG MUSS FÜR EINE WACHSENDE BEVÖLKERUNG EINE LEBENSWERTE, KLIMAFITTE STADT GESTALTET WERDEN“, SAGT ILKIM ERDOST, AK BEREICHSLEITERIN FÜR BILDUNG UND KOMMUNALPOLITIK AUF EINER AK WIEN-TAGUNG ZUM THEMA „POLITIK AUF SPARKURS“. ERDOST: „LANGFRISTIG MÜSSEN DIE BUDGETS DER STÄDTE DURCH UMVERTEILUNG SANIERT WERDEN. STADTPOLITIK GEHT NICHT OHNE FINANZIELLE SPIELRÄUME. IN ZEITEN KNAPPER KASSEN, MÜSSEN DENNOCH DURCH KREATIVE UND KOSTENGÜNSTIGE LÖSUNGEN GEFUNDEN WERDEN. “ DIE AK PLÄDIERT DAFÜR, VERSTÄRKT AUF NEUE KOMMUNALPOLITISCHE ANSÄTZE MIT VIEL MITBESTIMMUNG IM GRÄTZEL ZU SETZEN, WIE BEISPIELE AUS ATHEN ODER MAILAND ZEIGEN.

Zeitlich begrenzte Eingriffe im Grätzel ermöglichen es, neue Ideen, etwa die Gestaltung eines Platzes auszuprobieren und mit den Anwohner:innen zu gestalten. „Tactical urbanism“ heißt diese neue Strategie. Die Stadt Wien hat wichtige Schritte in Sachen Bürgerbeteiligung gesetzt, mit Klimateams, die auf Bezirksebene die Ideen der Grätzel-Bewohner:innen für eine klimafitte Umgestaltung ihrer Wohnumgebung aufnehmen oder mit dem Büro für Mitwirkung, einer neuen Anlaufstelle für die Mitgestaltung. „Das sind spannende Ansätze, die man weiterverstärken sollte. Hier kann man auf hilfreiche Erfahrungen aufbauen“ sagt Erdost.

DESHALB FORDERT DIE AK:

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WAS SCHON DA IST, BESSER NUTZEN: Parks, Straßen, insbesondere Wohnstraßen oder Freiflächen, müssen besser als Begegnungsräume genutzt werden. Das geht auch zeitweilig, etwa mal als Straße, mal für ein Grätzel-Fest. Hitze-Hotspots können durch Bepflanzungen oder eine zeitlich begrenzte Beschattung klimafitter werden.

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ÖFFIS UND KLIMAFITTE UMGEBUNG SICHERN Die klimafitte Stadt braucht Öffis. Deren Ausbau muss gesichert sein. Straßen und Plätze müssen klimafit werden, mit viel Begrünung, und konsumfreien Aufenthaltsmöglichkeiten und Sitzgelegenheiten.

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DIE MENSCHEN MITNEHMEN. Mitsprache im Grätzel, im Bezirk und in der Stadt muss frei von Sprachbarrieren und leicht zugänglich für alle sein. Dafür müssen Beteiligungsmöglichkeiten systematisch ausgebaut werden und zu verbindlichen Ergebnissen führen. Mitsprache in der Stadt muss sozial ausgewogen passieren.

AK Wien
Ute Bösinger
Telefon: +43 1 50165 12779
E-Mail: ute.boesinger@akwien.at
Website: https://wien.arbeiterkammer.at

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