Lopatka: Usbekistan gewinnt für Europa an Bedeutung

Zustimmung zum EU-Usbekistanabkommen – Kooperation bei Wirtschaft, Sicherheit, Migration – Großes Exportpotenzial für österreichische Unternehmen

“Zentralasien und damit auch Usbekistan gewinnt für Europa und Österreich zunehmend an Bedeutung, wenn es um eine engere Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Sicherheit und Migration geht. Mit dem neuen und erweiterten EU-Usbekistanabkommen setzen wir einen wichtigen Meilenstein in den gemeinsamen Beziehungen und heben auch Vorarbeiten der österreichischen Regierung in Zentralasien auf eine europäische Ebene“, sagt Reinhold Lopatka, Chefverhandler der Europäischen Volkspartei im Europaparlament zum EU-Usbekistanabkommen, nach der heutigen Zustimmung zum Abkommen im Plenum des Europaparlaments.

„In den aktuell unruhigen Zeiten ist es entscheidend, ein belastbares Netz an internationalen Partnern zu knüpfen. Dabei richten wir einen Fokus auf zentralasiatische Länder wie Usbekistan“, erklärt Lopatka, früher OSZE-Sonderbeauftragter für Zentralasien. Österreichs Innenminister Gerhard Karner und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger waren gerade erst in der usbekischen Hauptstadt Taschkent und haben dort ein Migrationsabkommen unterzeichnet, um Nicht-EU-Bürger besser nach Usbekistan abschieben zu können, wenn sie über dieses Land nach Österreich gelangt sind. “Jetzt fordert das Europaparlament ausdrücklich, Verhandlungen über ein Rückübernahmeabkommen zwischen der EU und Usbekistan aufzunehmen”, sagt Lopatka. “Gerade die unmittelbare Nachbarschaft zu Afghanistan macht Usbekistan im Migrationsbereich zu einem interessanten Partner.”

„Wirtschaftlich ist Usbekistan für europäische Unternehmen ein klarer Wachstumsmarkt. Im Vorjahr waren Österreichs Exporte nach Usbekistan um mehr als 20 Prozent auf gut 150 Millionen Euro gestiegen, während die Importe im Gegenzug nur 13 Millionen Euro betrugen. Die Wirtschaftskammer hat das zusätzliche Exportpotenzial für österreichische Unternehmen mit fast 180 Millionen Euro beziffert“, skizziert Lopatka. „Eine stärkere Partnerschaft zwischen der EU und Usbekistan leistet einen wertvollen Beitrag zur regionalen Stabilität, zum wirtschaftlichen Aufschwung, der Versorgung mit wichtigen Rohstoffen, die Diversifizierung der Energieversorgung, die Verbesserung der Infrastruktur und einer besseren Vernetzung zwischen Europa und Asien.“ (Schluss)

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