SPÖ-Heide: Europa versöhnen statt zu spalten

Heide nimmt am Sudetendeutschen Tag in Brünn teil und äußert Unverständnis über Entschluss des tschechischen Abgeordnetenhauses gegen das Treffen

Ab Freitag findet das 76. Pfingsttreffen der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Brünn, Tschechien, statt. SPÖ-Europaabgeordneter und sozialdemokratischer Kultursprecher im EU-Parlament und Mitglied im Sudetendeutschen Rat, Hannes Heide, nimmt mit weiteren sozialdemokratischen und pro-europäischen Politiker:innen am Treffen teil. Er kritisiert den Entschluss des tschechischen Abgeordnetenhauses, der sich gegen das Treffen richtet und der durch die rechten Regierungsparteien beschlossen wurde. Er kommentiert vorab: „Die Vertreibung der sudetendeutschen Bevölkerung markiert ein dunkles Kapitel der europäischen Geschichte und das diesjährige Treffen in Tschechien soll dazu beitragen, diese Wunden heilen zu lassen. Es ist auch ein Anlass, die Verbrechen der Nationalsozialisten gegenüber der tschechischen Bevölkerung zu thematisieren und an die Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken. Jede Kritik, die dem Programm eine Relativierung nationalsozialistischer Verbrechen unterstellt, verläuft bereits bei dessen Betrachtung ins Leere. Daher ist nur schwer nachvollziehbar, warum extrem rechte Abgeordnete aus Tschechien sich diesen Bemühungen in den Weg stellen wollen. Das Treffen in Brünn stellt Verständigung, europäische Verantwortung und gute Nachbarschaft ins Zentrum und setzt mit der Teilnahme am Friedensmarsch, einer Initiative tschechischer Bürger:innen, ein wichtiges Zeichen für Menschlichkeit. Wir müssen die Versöhnung in Europa wieder in den Vordergrund stellen, statt Hetze und Spaltung den Diskurs bestimmen zu lassen. Während Europa nach dem 2. Weltkrieg in Schutt und Asche lag und wir Schritt für Schritt eine Gemeinschaft aufgebaut haben, versuchen rechte Kräfte, diese Errungenschaften derzeit wieder zu zerschlagen.“ ****

Heide ergänzt: „Erklärungs- und Handlungsbedarf gibt es hier auch vonseiten der FPÖ, die sich mit der tschechischen ANO-Partei, die den Parlamentsbeschluss mitgetragen hat, in einer Fraktion im Europäischen Parlament zusammengeschlossen hat.“ (Schluss) le/lw

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