Hinschauen, zuhören, helfen: Hotline für Essstörungen in Wiener Gesundheitsförderung – WiG sensibilisiert zum Welttag der Essstörungen

Hotline für Essstörungen will mit Imagevideo mehr Bewusstsein für Essstörungen bei Betroffenen und Angehörigen schaffen

Anlässlich des Welttags der Essstörungen am 2. Juni 2026 macht die Hotline für Essstörungen in der Wiener Gesundheitsförderung – WiG auf die oft verborgenen Herausforderungen von Betroffenen und Angehörigen aufmerksam. Ein aktuelles Imagevideo der Hotline zeigt eindrucksvoll, wie vielfältig Essstörungen sind – und wie wichtig es ist, frühzeitig Unterstützung in Anspruch zu nehmen. „Viele Menschen kämpfen lange im Verborgenen. Der erste Schritt ist oft der schwerste – nämlich darüber zu sprechen. Die Hotline für Essstörungen bietet dafür einen geschützten Rahmen, indem sie anonym und kostenlos erreichbar ist, was den ersten Kontakt erheblich erleichtert“, unterstreicht Dennis Beck, Geschäftsführer der Wiener Gesundheitsförderung – WiG. Hinter den Erkrankungen steckt meist ein komplexes Zusammenspiel aus psychischen Belastungen, gesellschaftlichem Druck und persönlichen Lebenssituationen. „Wir stehen Betroffenen, Angehörigen, aber auch Fachpersonen mit Rat, Information und Beratung zur Seite, denn eine Essstörung ist mehr als ein bloßes Ernährungsproblem. Es ist ein Hilferuf der Seele bei Belastungen, die untragbar geworden sind“, so Gabriele Haselberger, Beraterin der Hotline für Essstörungen in der Wiener Gesundheitsförderung – WiG.

GESELLSCHAFTLICHER DRUCK MIT GRAVIERENDEN FOLGEN FÜR SEELISCHE GESUNDHEIT

Nach wie vor erkranken überwiegend Frauen an Essstörungen – und das quer durch alle Altersgruppen. Ein zentraler Faktor ist der anhaltende gesellschaftliche Druck zur Selbstoptimierung. Schlank sein, Disziplin und Kontrolle werden oft als erstrebenswert dargestellt. „Sich über Sport oder entsprechende Ernährungsweisen zu optimieren kann leicht in eine sehr kontrollierende Haltung sich selbst gegenüber führen und eine Essstörung auslösen. Nicht nur Mädchen und Heranwachsende, die mitten in körperlichen und psychischen Veränderungsprozessen sind, sondern auch erwachsene Frauen stehen unter diesem sozialen und gesellschaftlichen Druck mit möglicherweise gravierenden Folgen für die seelische Gesundheit“, klärt Haselberger auf. Immer wieder taucht das Krankheitsbild ARFID („avoidant/restrictive food intake disorder“) auf, mit denen sich Ratsuchende an das Beratungsteam der Hotline für Essstörungen wenden. Bei dieser Essstörung wird die Nahrungsaufnahme stark eingeschränkt, da bestimmte Lebensmittel aufgrund ihrer Konsistenz, ihres Geruchs, Geschmacks oder aus Angst vor dem Verschlucken vermieden oder abgelehnt werden. Anders als etwa bei der Anorexie spielen dabei weder die Optimierung des Aussehens noch die Gewichtskontrolle eine Rolle.

NIEDERSCHWELLIGE HILFE FÜR BETROFFENE UND ANGEHÖRIGE ALS ERSTER SCHRITT

Gerade bei Essstörungen fällt es Betroffenen und Angehörigen oft schwer, offen über ihre Belastungen zu sprechen oder Hilfe in Anspruch zu nehmen. Bei den zunehmenden Anfragen von Angehörigen zeigt sich, dass sie oft nicht wissen, wie sie helfen können und dabei an ihre Grenzen stoßen. Fragen wie „Wie spreche ich es an?“, „Wie kann ich unterstützen?“ stehen im Mittelpunkt vieler Gespräche. Das niederschwellige, anonyme und kostenlose Angebot der Hotline für Essstörungen ermöglicht einen einfachen und raschen Zugang zu Information, Beratung und Orientierung – oft genau in dem Moment, in dem Unsicherheit und Überforderung besonders groß sind. Wer sich meldet, wird ernst genommen, findet Verständnis und besondere Aufmerksamkeit. Das Expertinnen-Team der Hotline für Essstörungen setzt sich aus Psychologinnen, Psychotherapeutinnen und Therapeutinnen zusammen und ist telefonisch unter 0800 – 20 11 20 von Montag bis Donnerstag 12:00 bis 17:00 Uhr (werktags) und per E-Mail unter hilfe@essstoerungshotline.at erreichbar. Auch das Imagevideo der Hotline auf youtube.com/watch?v=tmpiOlO9LGE vermittelt eindrucksvoll, wie vielfältig Essstörungen sind – und wie wichtig es ist, frühzeitig Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

Weitere Informationen finden Sie auf wig.or.at/selbsthilfe-beratung/hotline-fuer-essstoerungen

Mag.a Petra Hafner
Leiterin Öffentlichkeitsarbeit Wiener Gesundheitsförderung – WiG
Telefon: +43 1 4000 76921
E-Mail: petra.hafner@wig.or.at
www.wig.or.at

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