
Lopatka: Montenegro ist 20 Jahre unabhängig – eine europäische Erfolgsgeschichte
EU-Berichtsentwurf bestätigt: Beitrittsverhandlungen Montenegros am weitesten fortgeschritten – Beitritt vor Sommer 2029 realistisch
Vor 20 Jahren, am 21. Mai 2006, hatte sich eine Mehrheit der Wähler für eine Unabhängigkeit Montenegros von Serbien ausgesprochen. Heute ist Montenegro jenes EU-Kandidatenland, dessen Beitrittsverhandlungen am weitesten gediehen sind. „Die Entwicklungen in Montenegro in den vergangenen 20 Jahren der Unabhängigkeit sind eine europäische Erfolgsgeschichte, die Fortschritte in Richtung EU sehr ermutigend. Ich bin zuversichtlich, dass Montenegro noch vor Sommer 2029 das 28. Mitgliedsland der Europäischen Union werden kann“, sagt der Europaabgeordnete Reinhold Lopatka, Chefverhandler der Europäischen Volkspartei (EVP) im Europaparlament für die Beitrittsverhandlungen mit Montenegro.
„Montenegro hat unter allen Kandidatenländern die Nase vorne, das bestätigen wir auch im Fortschrittsbericht des Europaparlaments beim nächsten Plenum im Juni. Die Regierung in Podgorica arbeitet ernsthaft und intensiv auf den EU-Beitritt hin, 75 Prozent der Bevölkerung sind dafür. In fast allen Bereichen kommen die Beitrittsgespräche gut voran und die Montenegriner haben sich vorgenommen, noch heuer alle Verhandlungskapitel abzuschließen. Seit einem Monat arbeiten wir an der Ausarbeitung des Beitrittsvertrags. Das Land verwendet den Euro seit 2002 als De facto-Währung, nimmt am gemeinsamen Europäischen Zahlungsraum SEPA teil und ist seit 2017 ein verlässlicher Partner in der NATO“, skizziert Lopatka.
„Wir stehen jetzt bereit, konzentriert mit unseren Partnern in Podgorica zusammenzuarbeiten, um die montenegrinische Erfolgsgeschichte mit dem EU-Beitritt zeitnahe auf eine neue Ebene zu heben. Dafür gilt es, gemeinsam die letzten Herausforderungen zu meistern, im Kampf gegen die Korruption, die Reform des Wahlrechts und der Justiz, die Sicherstellung der Medienfreiheit oder auch die Schaffung eines funktionierenden Abwassersystems für die Hauptstadt“, sagt Lopatka.
„Ein EU-Beitritt Montenegros und vielleicht auch Albaniens noch vor Sommer 2029 würde dem Erweiterungsprozess am Westbalkan neuen Schwung verleihen, nachdem mit Kroatien der letzte Mitgliedstaat vor 13 Jahren beigetreten war. Die EU-Erweiterung am Westbalkan ist in unserem Interesse – aus wirtschaftlicher und sicherheitspolitischer Sicht und zur Verankerung unserer europäischen Werte wie Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit in unserer unmittelbaren Nachbarschaft“, schließt Lopatka. (Schluss)
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