Neuer Zellatlas entschlüsselt Erkrankungen der Thymusdrüse

Umfassende Analyse zeigt erstmals molekulare Unterschiede zwischen Thymustumoren und gutartigen Veränderungen des Organs

EIN MULTIDISZIPLINÄRES FORSCHUNGSTEAM DER MEDIZINISCHEN UNIVERSITÄT WIEN HAT EINEN UMFASSENDEN ZELLATLAS DES MENSCHLICHEN THYMUS ERSTELLT UND DAMIT NEUE EINBLICKE IN DIE ENTSTEHUNG UND BIOLOGISCHEN UNTERSCHIEDE SELTENER THYMUSTUMOREN GEWONNEN. DIE IN NATURE COMMUNICATIONS PUBLIZIERTE STUDIE ZEIGT DIE ANALYSE VON INSGESAMT 453.727 EINZELZELLEN AUS 53 DATENSÄTZEN UND DEN ERSTEN SYSTEMATISCHEN VERGLEICH ZWISCHEN GESUNDEM THYMUSGEWEBE IN UNTERSCHIEDLICHEN LEBENSPHASEN SOWIE VERSCHIEDENEN KRANKHAFTEN VERÄNDERUNGEN WIE THYMUSHYPERPLASIE UND THYMUSTUMOREN. DIE ERGEBNISSE SCHAFFEN EINE GRUNDLAGE FÜR EIN BESSERES VERSTÄNDNIS DIESER SELTENEN ERKRANKUNGEN UND KÖNNTEN LANGFRISTIG ZUR ENTWICKLUNG PRÄZISER DIAGNOSTISCHER UND THERAPEUTISCHER ANSÄTZE BEITRAGEN.

Die Thymusdrüse ist ein zentrales Organ des Immunsystems und spielt eine entscheidende Rolle bei der Reifung von T-Zellen, die für die gezielte Immunabwehr verantwortlich sind. Während sich das Organ im Laufe des Lebens normalerweise zurückbildet, kann es in seltenen Fällen zu krankhaften Veränderungen kommen. Dazu zählen Thymustumoren, die von den Epithelzellen des Organs ausgehen, ebenso wie die Thymushyperplasie, bei welcher der Thymus in vergrößerter Form normal funktioniert. Aufgrund ihrer Seltenheit sind die molekularen Ursachen dieser Erkrankungen bislang nur unzureichend geklärt. Im Rahmen der aktuellen MedUni Wien-Publikation wurden nun wesentliche neue Erkenntnisse gewonnen: „Der von uns erstellte Zellatlas liefert erstmals eine detaillierte systematische Übersicht, mit der krankhafte Veränderungen des Thymus künftig genau eingeordnet werden können“, fasst Co-Studienleiter Hendrik Jan Ankersmit (Universitätsklinik für Thoraxchirurgie, MedUni Wien) die Relevanz der Forschungsarbeit zusammen.
DETAILLIERTE ANALYSE AUF EINZELZELLEBENE

Mag. Johannes Angerer
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