
SPÖ Wien/Neumayer: Bei Universitäten zu sparen, heißt bei der Zukunft Österreichs zu sparen
Landesparteisekretär Jörg Neumayer begrüßt die Haltung von Wiener Bürgermeister Michael Ludwig, den Universitäten in der aktuellen Budgetdebatte den Rücken zu stärken.
SPÖ-Landesparteisekretär Jörg Neumayer begrüßt die Haltung von Bürgermeister und Landesparteivorsitzendem Dr. Michael Ludwig zu den geplanten Kürzungen beim Universitätsbudget und warnt vor den Folgen für den Bildungs-, Forschungs- und Wirtschaftsstandort Österreich: „Österreich lebt von Wissen, Innovation und gut ausgebildeten Fachkräften. Gerade deshalb wäre es fatal, ausgerechnet dort zu sparen, wo unsere Zukunft entsteht“, so Neumayer.
Europa investiere derzeit massiv in Forschung, Technologie und Hochschulen, weil dort die Arbeitsplätze, Innovationen und der Wohlstand der kommenden Jahrzehnte geschaffen würden. Österreich dürfe diesen Anschluss nicht verlieren. „Wenn andere Länder Milliarden in ihre Universitäten investieren, können wir nicht gleichzeitig unsere Hochschulen schwächen. Wer heute bei Forschung und Bildung kürzt, riskiert morgen wirtschaftlichen Rückstand und weniger soziale Aufstiegschancen“, betont Neumayer.
Gerade in Zeiten internationaler Umbrüche brauche es einen ambitionierten Zugang zur Wissenschafts- und Forschungspolitik. „Wir erleben derzeit, dass Forscher:innen und Wissenschaftseinrichtungen, etwa in den USA, zunehmend unter politischen Druck geraten oder in ihrer Arbeit eingeschränkt werden. Europa und Österreich sollten diese Situation auch als Chance begreifen, internationale Talente und Spitzenforscher:innen für unsere Hochschulen zu gewinnen. Das wird aber nur gelingen, wenn wir attraktive Rahmenbedingungen bieten und in unsere Universitäten investieren“, so Neumayer weiter.
Wien setze deshalb bewusst auf Forschung, Innovation und moderne Bildungsangebote, weil Investitionen in Bildung immer auch Investitionen in wirtschaftliche Stärke, gesellschaftlichen Zusammenhalt und den sozialen Aufstieg seien.
Neumayer betont, dass gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten verantwortungsvoll mit öffentlichen Mitteln umgegangen werden müsse. Gleichzeitig dürften notwendige Konsolidierungsmaßnahmen nicht zulasten der Zukunft des Landes gehen: „Uns ist die Verantwortung bewusst, die wir alle in wirtschaftlich schwierigen Zeiten tragen. Wien bekennt sich auch klar zu einem gemeinsamen Konsolidierungspfad. Aber wer bei Universitäten, Forschung und Bildung spart, kürzt an der falschen Stelle. Gerade Zukunftsinvestitionen müssen abgesichert werden. Deshalb braucht es auch eine ehrliche Debatte darüber, wie durch faire Vermögensverteilung alle einen Beitrag leisten können und wie europäische Fiskalregeln weiterentwickelt werden müssen. Wenn es Ausnahmen der EU-Defizitregeln für Verteidigungsausgaben geben kann, dann muss das auch für Investitionen in soziale Sicherheit, Gesundheit, Wohnbau, Kinderbetreuung und Bildung möglich sein. Denn soziale Sicherheit ist genauso entscheidend für die Stabilität und Zukunft Europas. Flächendeckende Studiengebühren lehnen wir jedenfalls ab, weil Bildung keine Frage des Einkommens sein darf“, so Neumayer abschließend. (Schluss)
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