
Vom Speiseplan ans Krankenbett – Klinik Landstraße setzt auf vielfältige Ernährung
Hohe Bio-Quote und mehr pflanzenbasierte Gerichte
Ernährung ist Therapie – und für Patient*innen ein unverzichtbarer Teil des Klinik-Aufenthalts und der Genesung. In diesem Selbstverständnis erstellen die Diätologie und die Küche der Klinik Landstraße in enger Zusammenarbeit 30 verschiedene Kostformen, die täglich frisch und bedarfsgerecht für die Patient*innen zubereitet werden. „Wir kochen täglich 2.200 Portionen für unsere Patient*innen, die Klinik-Mitarbeiter*innen und den Betriebskindergarten. Jährlich verarbeiten wir zum Beispiel 51 Tonnen Gemüse, davon 21 Tonnen Kartoffeln, und 38 Tonnen Obst. In der Klinik Landstraße haben wir einen Bio-Anteil von 46 %. Dieser hohe Bio-Anteil unterstreicht unser Ziel, nachhaltige und ressourcen-schonende Beschaffung mit gesunder und genussvoller Ernährung zu verbinden“, sagt Tamara D̵ord̵ević, Abteilungsleiterin der Küche in der Klinik Landstraße.
DIÄTOLOGIE UND KÜCHE: QUALITÄT DURCH ZUSAMMENARBEIT
Gemeinsam mit dem Küchen-Team entwickeln die Diätolog*innen die Rezepte und erstellen Speisepläne. Das Küchen-Team der Klinik Landstraße bestellt die benötigten Lebensmittel und kocht die Gerichte täglich frisch. Die Gerichte werden stets individuell für die einzelnen Patient*innen angerichtet. Die Diätolog*innen führen täglich eine stichprobenartige Qualitätskontrolle der Speisen durch, bevor die Speisen ans Krankenbett gebracht werden. Service-Mitarbeiter*innen auf den einzelnen Stationen sorgen dann dafür, dass jede*r Patient*in das richtige Essen bekommt.
HERAUSFORDERND: TÄGLICH 30 VERSCHIEDENE KOSTFORMEN
„Die Zusammenerstellung der Speisepläne ist eine komplexe Aufgabe: Wir passen die Ernährungsempfehlungen an die Bedürfnisse von Menschen an, die z.B. gerade operiert wurden oder einen Schlaganfall hatten, die eine Krebserkrankung, Erkrankung des Stoffwechsels oder eine Magen-Darm-Erkrankung haben, um nur einige unserer Schwerpunkte im Haus zu nennen. Wir nehmen außerdem Rücksicht auf individuelle Ernährungsweisen wie vegetarische oder vegane Ernährung, Allergien und Unverträglichkeiten. Derzeit bringen wir neue vegetarische Gerichte ans Krankenbett, ergänzt durch ein bis zwei fleischfreie Tage pro Woche. Klassische Fleischsuppen werden künftig durch zusätzliche Suppen auf Gemüse-Basis ergänzt“, erzählt Eva Russold, Fachbereichsleitung Diätologie in der Klinik Landstraße.
Die Speisepläne aller 30 Kostformen – von Ernährung ohne Diäterfordernis über gastroenterologische Kostformen bis hin zu konsistenz-definierten Diäten – sind jeweils für einen Zeitraum von 5 Wochen ausgelegt und decken sämtliche medizinischen und individuellen Bedürfnisse ab.
NACHHALTIGKEIT MESSBAR GEMACHT
Wie nachhaltig wird eigentlich eingekauft? Der Wiener Gesundheitsverbund (WIGEV) nutzt ein eigenes Analyse-Tool, mit dem rund 3.700 Lebensmittelartikel inklusive Qualitäts- und Gütesiegel detailliert ausgewertet werden können. So zeigt sich: Die Bio-Quote lag im ersten Quartal 2026 WIGEV-weit bei rund 40 %, in der Klinik Landstraße sogar bei 46 %. „Die Auswertungen machen sichtbar, wie sich Ausgaben, Mengen und CO2-Emissionen unterscheiden: Für vergleichsweise kleine Mengen Fleisch werden deutlich höhere Kosten verursacht als für große Mengen Gemüse. Gleichzeitig entstehen durch Fleisch wesentlich höhere Treibhausgasemissionen. Unsere Daten machen sichtbar, wie groß das Potenzial einer stärker pflanzenbasierten Ernährung ist – ökologisch und wirtschaftlich. Der Wiener Gesundheitsverbund arbeitet seit Jahren am Ausbau vegetarischer Speisen und an der Reduktion von Fleisch in den Speiseplänen. Wir übernehmen Verantwortung für Gesundheit und Umwelt“, so Peter Kotzan, Warengruppenmanager und Nachhaltigkeitskoordinator für Lebensmittel im Wiener Gesundheitsverbund.
Wiener Gesundheitsverbund Unternehmenskommunikation
Selina Englmayer
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