Samariterbund zur Wehrdienstdebatte: Zurück an den Start hilft niemandem

Empfehlungen der Wehrdienstkommission liegen auf dem Tisch – Rettungsorganisation drängt auf eine rasche Entscheidung

Der Samariterbund warnt vor einer weiteren Verzögerung der Reform von Wehr- und Zivildienst: „Wie lange wollen wir noch diskutieren? Die Arbeit ist gemacht, die Vorschläge liegen seit Monaten vor. Jetzt braucht es endlich eine Entscheidung – und keine weitere Grundsatzdebatte“, bringt es Wolfgang Dihanits, stv. Bundesgeschäftsführer des Samariterbundes, auf den Punkt.

ECHTE EINSATZERFAHRUNG IST DIE BESTE KRISENVORSORGE

Für den Samariterbund zählt am Ende nur eine Frage: Verbessert eine Reform die Versorgung der Bevölkerung? Besonders kritisch bewertet der Samariterbund daher neue Ideen, die den Zivildienst zwar verlängern, die zusätzliche Zeit aber nicht im regulären Dienst, sondern bei verpflichtenden Übungen im Bereich Zivilschutz und Krisenvorsorge vorsehen.

„Dieser Ansatz führt in die komplett falsche Richtung. Zivildiener leisten mit ihrer Arbeit schon heute einen wesentlichen Beitrag zu Zivilschutz und Krisenvorsorge. Die beste Vorbereitung auf den Ernstfall ist nicht das Üben, sondern der echte Einsatz!“, stellt Dihanits klar.

PLANUNGSSICHERHEIT STATT NEUER MODELLE

Für den Samariterbund ist die Schlussfolgerung eindeutig: Die Empfehlungen der Wehrdienstkommission – insbesondere die Verlängerung des Zivildienstes auf zwölf Monate – müssen nun rasch umgesetzt werden. Eine weitere Verzögerung wäre weder für die Zivildienstträgerorganisationen noch für die Bevölkerung nachvollziehbar.

„In der Ersten Hilfe gilt: Nur nichts zu tun ist falsch. Dasselbe gilt auch in der Politik. Die Vorschläge liegen auf dem Tisch. Jetzt muss endlich gehandelt werden“, so Dihanits abschließend.

Franziska Springer
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