Die Angewandte feiert junge Mode: Das war die Show der Modeklasse 2026

40 Modestudierende präsentierten ihre Arbeiten an der Universität für angewandte Kunst Wien. Rektorin Ulrike Kuch: „Mode hat die Kraft, Perspektiven zu verändern.“

Die Modeklasse der Angewandten zeigte am 2. Juni 2026 Arbeiten von 40 Studierenden aus dem aktuellen Studienjahr – die Show im Atrium der Universität in der Vorderen Zollamtsstraße wurde mit Live-Acts von Performancekünstler und Sänger Alex Franz Zehetbauer sowie Schlagzeugerin, Performerin und Sängerin Stina Fors begleitet. Unter der Leitung des britischen Designers Craig Green, seit 2023 Professor der Modeklasse, wurden dabei auch sechs Diplomkollektionen präsentiert.

Die Show zum Nachschauen auf YouTube.

Rektorin Ulrike Kuch strich in ihrer Ansprache die weit ausgreifende Bedeutung von Mode und ihre Relevanz für die Gesellschaft und die Universität heraus: die kulturellen, ästhetischen, politischen, ökologischen, ökonomischen und sozialen Dimensionen der Mode, die eine unmittelbare Wirkung auf die Gesellschaft entfalten. „Mode hat die Kraft, unsere Perspektive und unsere Wahrnehmung zu verändern – das ist gleichermaßen eine zentrale Aufgabe der Angewandten als Kunstuniversität.“

Diplome

Insgesamt sechs Diplomand*innen zeigten im Rahmen der Show ihre Abschlusskollektionen: Alisa Tegin, Benedikt Götz, Felix Schmidt, Jara Dilara Noori, Alara Koçman und Linda Artemis Bergstötter, die sich mit ihren Arbeiten dem Urteil einer internationale Fachjury stellten. Damit ermöglicht die Modeklasse ihren Absolvent*innen ergänzend zur internen Jury der Universität zusätzliches Feedback und eine Beurteilung durch: Francesca Gavin (Kuratorin, London), Lutz Huelle (Modedesigner, Paris), Paul Toner (Journalist, 10 Magazine, London), Serge Carreira (Leiter der Emerging Brands Initiative der Fédération de la Haute Couture et de la Mode, Paris), Alexander Krantz (Designer and Image Director, MM6 Maison Martin Margiela) und Youwie Roes (Creative Talent Manager, Eyes on Talents, Paris).

Awards

Erstmals wurde im Rahmen der Show der mit 5.000 Ꞓ dotierte Palimpsest Award für eine herausragende Diplomkollektion vergeben, der mit dem Ankauf eines Werks für die Kunstsammlung der Angewandten verbunden ist. Der erste Preisträger ist Felix Schmidt, der mit Juni 2026 sein Modestudium an der Angewandten mit der Diplomkollektion „a day“ abschließt. Die Jury würdigt Schmidts Kollektion als „eine gleichermaßen spielerische wie anspruchsvolle Vision von Mode, die handwerkliche Präzision, gestalterische Eigenständigkeit und konzeptuelle Tiefe miteinander verbindet. Seine Kollektion ist nicht nur eine herausragende Diplomarbeit, sondern eine künstlerische Position, die beispielhaft zeigt, wie Mode heute zwischen Materialität, Körperlichkeit, Inszenierung und kultureller Imagination gedacht werden kann.“

Jara Noori und Linda Artemis Bergstötter wurden mit dem mit 3.000 Ꞓ dotierten WIEN MITTE The Mall Award ausgezeichnet, der von Centermanager Florian Richter überreicht wurde: „Wien sprüht vor kreativer Energie – man muss ihr nur den richtigen Raum geben. Mit der Kooperation mit der Modeklasse der Angewandten und der Fashionshow am 2. Juni setzen wir bei WIEN MITTE The Mall ein starkes Zeichen: Wir wollen jungen Talenten nicht nur zusehen, sondern sie aktiv fördern. Wer Nachwuchs unterstützt, stärkt die kulturelle Vielfalt dieser Stadt. Genau dieser lebendige Austausch macht unser Center aus.“

Nicht zuletzt wurden 2 Fred Adlmüller-Stipendien sowie ein Adlmüller International Grant, jeweils mit 2.000 Ꞓ dotiert, verliehen. Diese gingen an Felix Schmidt, Marie Matondo Nsimba und Alara Kocman. Das Fred Adlmüller-Stipendium erinnert an den österreichischen Modedesigner Fred Adlmüller (1909–1989), der als prägende Persönlichkeit der Mode an der Universität für angewandte Kunst Wien wirkte. Mit seinem künstlerischen Anspruch und seiner internationalen Ausrichtung beeinflusste er in den 1970er-Jahren durch seine Professur an der Angewandten Generationen von Studierenden und trug wesentlich zur Entwicklung der Modeklasse bei. Das Stipendium würdigt herausragende künstlerische Leistungen und unterstützt Studierende in ihrer weiteren Entwicklung.

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