Groß angelegte Katastrophenübung im AKH Wien

Training des Notfall- und Krisenmanagements gemeinsam mit den Einsatzorganisationen

Am 9. Juni 2026 fand die bisher größte Katastrophenübung mit unfallchirurgischem Schwerpunkt im Universitätsklinikum AKH Wien statt. Um möglichst realitätsnah trainieren zu können, wurden – so wie im Ernstfall vorgesehen – die Eingänge des AKH Wien am Vormittag gesperrt und ein eigener Triage-Punkt für (echte) Patient*innen im Bereich der Notfallaufnahme eingerichtet.

MASSENANFALL VON VERLETZTEN

Übungsannahme war eine Explosion in einer nahe gelegenen Veranstaltungshalle, die auch zu einem Deckeneinsturz führte. Daraus resultierten insgesamt 270 verletzte Personen, wovon mehr als die Hälfte das Krankenhaus eigenständig aufsuchte. Die restlichen Personen wurden von einer Rettungsorganisation ins AKH Wien gebracht.

Teil der Übung war unter anderem das Einschleusen von Simulationspuppen in den OP-Bereich, das Ausliefern von (unechten) Blutkonserven und das Belegen von Betten in sämtlichen Stationen des AKH Wien. 18 Personen waren lebensgefährlich verletzt und mussten intensivmedizinisch betreut werden. 31 Angehörige wurden in einem eigenen Raum außerhalb der betroffenen Kliniken von Psycholog*innen betreut.

Von Seiten des AKH Wien waren vorrangig die Bereiche Unfallchirurgie, Notfallmedizin, Anästhesie, Orthopädie, Allgemeinchirurgie und Radiologie aktiver Teil der Übung. Aber auch andere Abteilungen, wie Kinder- und Jugendheilkunde, Kinderchirurgie, Augenheilkunde, Klinische Psychologie, Transfusionsmedizin, Bettenmanagement, Transportservice und Sicherheit waren eingebunden. Außerdem beteiligt waren das Rote Kreuz, die Polizei Wien und die Feuerwache AKH.

Das angenommene Ereignis wurde gezielt sehr herausfordernd festgelegt und ein schwer bewältigbares Aufkommen an Patient*innen gewählt. Die Erkenntnisse aus der Großübung werden nun ausführlich besprochen und analysiert, um festzustellen, wo Verbesserungspotenziale bestehen und wo Adaptierungen im Ablauf notwendig sind, um für den Ernstfall bestmöglich vorbereitet zu sein. Für eine realitätsnahe Übung wurde bewusst auf die vorherige Information der Bevölkerung verzichtet. Die Versorgung der Patient*innen war in Zusammenarbeit mit den anderen Kliniken des Wiener Gesundheitsverbundes zu jeder Zeit gewährleistet.

Leiterin Informationszentrum und PR
Universitätsklinikum AKH Wien
Wiener Gesundheitsverbund
Karin Fehringer, MBA MSc
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