Die Zukunft der Infrastruktur im Fokus: Hochkarätige Expert:innen diskutierten in der Wiener Urania

RTR-GmbH lud zu konvergenter Veranstaltungsreihe „Alte Stärken, neue Mächte“

In der Wiener Urania fand gestern ein hochkarätig besetzter Nachmittag im Zeichen von Reflexion und zukünftigen Entwicklungen moderner Infrastruktur statt. Nach zwei inspirierenden Keynotes diskutierten führende Expert:innen aus Forschung, Wirtschaft und Technologie zur Zukunft der medialen Infrastruktur; über die Bedeutung digitaler Netzwerke, Plattformökonomien und neuer Technologien wie 6G und Satellitensysteme. Im Zentrum stand der intensive Dialog über den laufenden Strukturwandel sowie die Frage, wie sich Infrastruktur, Märkte und öffentliche Kommunikation nachhaltig verändern.

Die Geschäftsführer der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR), Dr. Klaus M. Steinmaurer und Mag. Wolfgang Struber, begrüßten die Teilnehmer:innen und gaben in einem gemeinsamen Statement Einblicke in die aktuelle und zukünftige Entwicklung der Märkte aus Sicht der RTR. „Was früher über regulierte Verbreitungswege, standardisierte Endgeräte und gesicherte Auffindbarkeit weitgehend selbstverständlich war, ist heute umkämpft – auf Homescreens, in App Stores, in Betriebssystemen und in algorithmischen Empfehlungssystemen“, so Struber eingangs. Auch Steinmaurer beschreibt, dass Satelliteninfrastruktur massiv an Bedeutung gewinne „– nicht zuletzt durch neue Akteure wie Starlink. Für Europa stellt sich die strategische Frage, wie wir unabhängige und resiliente Systeme aufbauen.“

Den inhaltlichen Auftakt bildeten zwei Keynotes: DI DR. HANS-PETER BERNHARD, Head of Research Unit Wireless Communications bei Silicon Austria Labs und Senior Researcher an der Johannes Kepler Universität Linz, beleuchtete technologische Perspektiven moderner Kommunikationssysteme. Er ist der Überzeugung, dass es „entscheidend ist, dass Europa diese Technologien nicht nur nutzt, sondern aktiv mitgestaltet, um technologische Souveränität und Innovationsfähigkeit langfristig zu sichern.“ STEFAN ERSCHWENDNER (Frontira) widmete sich in seinem Vortrag dem Thema „Agentic AI“ und betonte: „Die digitale Transformation ist keine Option mehr – sie muss jetzt stattfinden, wenn Europa wettbewerbsfähig bleiben will.“

Im Zentrum der Paneldiskussion stand, wie sich Infrastruktur durch Technologie, Plattformökonomie und Regulierung neu definiert. FRANK STRÄSSLE (BAYERISCHE MEDIEN TECHNIK GMBH) verwies auf die Verschiebung zu individualisierten, plattformbasierten Angeboten, neue Infrastrukturanforderungen und die Bedeutung europäischer Souveränität. CLEMENS JOHN (AMAZON) betonte die zentrale Rolle digitaler Ökosysteme, in denen Plattformen, Betriebssysteme und Interfaces über Sichtbarkeit und Auffindbarkeit entscheiden. DR. HENRIETTA EGERTH, GESCHÄFTSFÜHRERIN DER ÖSTERREICHISCHEN FORSCHUNGSFÖRDERUNGSGESELLSCHAFT (FFG), hob technologische Souveränität und Innovationsförderung für langfristige Wettbewerbsfähigkeit hervor. KARL PETERMICHL, LEITER DER DISTRIBUTION BEIM ORF, brachte die Perspektive des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ein und schilderte Hebel zur Sicherstellung von Auffindbarkeit. Moderiert wurden die Veranstaltung sowie das Panel von CORNELIA ERTL.

Den Abschluss bildeten ein gemeinsames Wrap-up durch die Geschäftsführer sowie ein anschließendes Get-together, das weiteren Austausch ermöglichte. Das Publikum war hochkarätig und breit aus Rundfunk- und Telekomsektor zusammengesetzt.

ÜBER DIE RTR

Die „Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH“ (RTR) steht zu 100 Prozent im Eigentum des Bundes. Ihre Kernaufgaben sind die Förderung des Wettbewerbs auf dem Medien-, Telekommunikations- und Postmarkt sowie die Erreichung der im KommAustria- und Telekommunikationsgesetz definierten Ziele. Sie wird von zwei Geschäftsführern geleitet und ist in die beiden Fachbereiche „Telekommunikation und Post“ (Klaus M. Steinmaurer) sowie „Medien“ (Wolfgang Struber) gegliedert. Als Geschäftsstelle unterstützt sie die Kommunikationsbehörde Austria (KommAustria), die Telekom-Control-Kommission (TKK) und die Post-Control-Kommission (PCK). Weitere Informationen sind unter www.rtr.at veröffentlicht.

Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH
Telefon: 0158058-0
E-Mail: rtr@rtr.at
Website: https://www.rtr.at

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