FPÖ-Keyl: „Gemeinden dürfen Korneuburg mobil nicht abdrehen“

Land fördert weiter – Region soll Finanzierung bis zum Start der Nachfolgelösung sicherstellen

Mit Unverständnis reagiert FPÖ Niederösterreich Verkehrssprecher FPÖ Korneuburg Bezirksparteiobmann LAbg. Hubert Keyl auf die Entscheidung der 13 Gemeinden im Bezirk Korneuburg, die Finanzierung des Anrufsammeltaxi-Systems „Korneuburg mobil“ mit Ende Juni einzustellen. Besonders unverständlich sei dieser Schritt, weil das Land Niederösterreich seine Förderung für das gesamte Jahr 2026 zugesagt hat und weiterhin einen wesentlichen Teil der Kosten trägt.

„Die entscheidende Frage lautet: Warum wird ein funktionierendes Mobilitätsangebot eingestellt, obwohl die Förderung des Landes gesichert ist? Das versteht niemand. Die Gemeinden dürfen Korneuburg mobil nicht einfach abdrehen und die Bevölkerung, aber auch die Taxiunternehmer damit vor vollendete Tatsachen stellen“, betont Keyl.

Korneuburg mobil ist weit mehr als ein einzelnes Verkehrsprojekt: Das Anrufsammeltaxi-System erschließt 13 Gemeinden im Bezirk und verbindet diese über 671 Sammelstellen miteinander. Für Pendler, Senioren, Schüler, Familien und Menschen ohne eigenes Auto ist das Angebot zu einem wichtigen Bestandteil des Alltags geworden. „Gerade im ländlichen Raum brauchen die Menschen verlässliche Mobilität. Wer ständig vom Ausbau des öffentlichen Verkehrs spricht, kann nicht gleichzeitig ein funktionierendes Angebot dieser Größenordnung frühzeitig einstellen“, so der FPÖ Niederösterreich Verkehrssprecher.

Für Keyl ist die Entscheidung der Gemeinden umso weniger nachvollziehbar, als sich der geplante Start des Nachfolgeprojekts „Weinviertel West“ aufgrund eines Einspruchs im Vergabeverfahren verzögert. „Es droht nun eine unnötige Versorgungslücke. Solange das Nachfolgesystem nicht bereitsteht und die Förderzusage des Landes aufrecht ist, muss die Region ihre Verantwortung wahrnehmen und die Finanzierung fortsetzen. Alles andere geht zulasten jener Bürger, die täglich auf dieses Angebot angewiesen sind.“

Hubert Keyl fordert die verantwortlichen Bürgermeister daher auf, ihre Entscheidung nochmals zu überdenken. „Das Land Niederösterreich hat seine Hausaufgaben gemacht und die Förderung bis Jahresende zugesichert. Jetzt sind die Gemeinden am Zug. Es darf nicht sein, dass die Menschen die Leidtragenden einer politischen Fehlentscheidung werden. Korneuburg mobil muss zumindest so lange weitergeführt werden, bis die Nachfolgelösung tatsächlich zur Verfügung steht“, fordert Keyl.

FPÖ Niederösterreich Landtagsklub
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