WKNÖ-Ecker zum Doppelbudget: Steuer- und Abgabenlast bremst Betriebe – Entlastung und Planungssicherheit jetzt notwendig

WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker begrüßt die von der Bundesregierung angekündigte Senkung der Lohnnebenkosten als richtigen Schritt, fordert aber nachhaltige Strukturreformen.

„Die Steuer- und Abgabenlast in diesem Land ist erdrückend. Sie nimmt unseren Betrieben die Luft zum Atmen und zieht den Wirtschaftsstandort in internationalen Rankings nach unten“, betont WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker. Die Botschaft sei klar: Die Wirtschaft braucht jetzt Planungssicherheit, Stabilität und wirksame Impulse für Wachstum.

Die WKNÖ geht dabei auch selbst mit gutem Beispiel voran: Mit der schrittweisen Senkung der Kammerumlage 2 (KU 2) setzt die Organisation ein klares Zeichen für Entlastung. Bereits seit 2024 wird in Niederösterreich die KU2 schrittweise reduziert. Bis 2030 soll die Entlastung im Vergleich zu 2023 mehr als 25 Prozent betragen. „Das bringt den Betrieben jährlich rund 13 Millionen Euro an Einsparungen“, betont Ecker und erneuert gleichzeitig den Appell, auf neue Steuern und zusätzliche Belastungen für Unternehmen zu verzichten.

Die geplante Senkung der Lohnnebenkosten um einen Prozentpunkt ist in diesem Zusammenhang ein erster wichtiger Schritt, weitere müssen aber dringend folgen. Denn es brauche eine Politik, die Wachstum ermöglicht und Investitionen erleichtert. „Wir brauchen keine weiteren Belastungen, sondern klare Perspektiven für die Betriebe“, so der WKNÖ-Präsident.

BÜROKRATISCHE HÜRDEN MÜSSEN FALLEN

Ein besonderer Schwerpunkt muss außerdem auf dem Abbau bürokratischer Hürden liegen. Komplexe Genehmigungsverfahren, Mehrfachmeldungen und lange Bearbeitungszeiten würden Investitionen bremsen und wertvolle Ressourcen binden. Gefordert seien daher einfachere, schnellere und konsequent digitalisierte Verfahren.

Auch bei den budgetären Maßnahmen spricht sich der WKNÖ-Präsident für eine zielgerichtete Förderpolitik aus: „Es darf keinen Kahlschlag im Fördersystem geben. Entscheidend ist, dass Mittel dort eingesetzt werden, wo sie Wirkung entfalten.“ Erfolgreiche Programme in den Bereichen Digitalisierung, Innovation und Energie müssen gestärkt, weniger treffsichere Maßnahmen überarbeitet werden. Gleichzeitig brauchen die Betriebe Planungssicherheit und eine stärkere Ausrichtung an den regionalen Bedürfnissen.

Kritisch sieht die Wirtschaftskammer NÖ die Einfrierung des Investitionszuschusses für Lehrlinge. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten sei die duale Ausbildung ein zentraler Hebel zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in Niederösterreich. „Betriebe bei der Ausbildung junger Menschen zu unterstützen, ist eine Investition in die Zukunft“, so Ecker.

Wirtschaftskammer Niederösterreich
Stabsabteilung Kommunikation
Telefon: +43 2742 851 14100
E-Mail: kommunikation@wknoe.at
Website: https://wko.at/noe

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender