Industriellenvereinigung zur Logistikstandortstrategie: Nach Jahren des Stillstands jetzt rasch in die Umsetzung kommen

Strategie ist ein wichtiger erster Schritt – entscheidend wird nun sein, die priorisierten Maßnahmen gemeinsam mit den betroffenen Akteuren rasch umzusetzen

Die Industriellenvereinigung (IV) begrüßt die heute von Bundesminister Peter Hanke präsentierte Logistikstandortstrategie als wichtigen Meilenstein für die Weiterentwicklung des Wirtschafts- und Industriestandortes Österreich. „Die Vorlage einer umfassenden Logistikstandortstrategie ist ein wichtiger erster Schritt für die strategische Weiterentwicklung des Sektors. Die Herausforderungen sind bekannt, viele Lösungsansätze liegen bereits auf dem Tisch. Jetzt kommt es darauf an, rasch ins Tun zu kommen und aus strategischen Zielsetzungen konkrete Umsetzungsmaßnahmen abzuleiten“, fordert IV-Vizegeneralsekretär Peter Koren, anlässlich der heutigen Vorstellung der Logistikstrategie von Bundesminister Peter Hanke.

„Nach Jahren des infrastrukturpolitischen Stillstands ist es ein wichtiges Signal, dass mit der Logistikstandortstrategie wieder eine langfristige Perspektive für einen der zentralen Wirtschaftssektoren Österreichs vorgelegt wird. Der Standort braucht Zukunftskonzepte statt Stillstand – umso wichtiger ist es nun, dass auf die Strategie rasch konkrete Umsetzungsschritte folgen“, betont Koren.

LOGISTIK ALS SCHLÜSSELFAKTOR FÜR WETTBEWERBSFÄHIGKEIT UND WACHSTUM

Für die exportorientierte Industrie ist eine leistungsfähige, resiliente und wettbewerbsfähige Logistik von zentraler Bedeutung. Sie sichert die Versorgung von Unternehmen und Bevölkerung, verbindet Produktionsstandorte mit internationalen Märkten und ist damit ein wesentlicher Faktor für Wachstum, Wertschöpfung und Beschäftigung. „Österreich kann seine industrielle Wettbewerbsfähigkeit nur sichern, wenn auch die logistischen Rahmenbedingungen stimmen. Deshalb ist es positiv, dass die Strategie die Bedeutung der Logistik als zentralen Standortfaktor klar anerkennt“, so Koren.

UMSETZUNG JETZT KONSEQUENT VORANTREIBEN

Nun gilt es, den angekündigten Umsetzungsprozess konsequent voranzutreiben und die relevanten Stakeholder eng einzubinden. „Die erfolgreiche Umsetzung wird davon abhängen, dass Wirtschaft, Infrastrukturbetreiber, Energiewirtschaft und öffentliche Hand weiterhin partnerschaftlich zusammenarbeiten. Der vom Bundesminister angekündigte kooperative Prozess bietet dafür eine gute Grundlage“, betont Koren. Aus Sicht der Industriellenvereinigung sollten insbesondere folgende Themen prioritär vorangetrieben werden: der bedarfsgerechte Ausbau der Verkehrs- und Logistikinfrastruktur, die technologieoffene Dekarbonisierung des Güterverkehrs, die Beschleunigung von Genehmigungs- und Planungsverfahren, die Sicherung logistikrelevanter Flächen, sowie wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für Industrie und Logistik.

„Die Strategie wird letztlich daran gemessen werden, wie rasch konkrete Verbesserungen auf den Weg gebracht werden. Österreich braucht jetzt eine konsequente Umsetzung der prioritären Maßnahmen, damit der Logistikstandort seine Stärken weiter ausbauen und seine Rolle als zentrale Drehscheibe in Europa behaupten kann“, so Koren abschließend.

Industriellenvereinigung
Marlena Mayer
Pressesprecherin
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