Internationale Kooperation zur Erhöhung der Cyber-Sicherheit in Österreich

Bundesministerium für Inneres übernahm am 10. und 11. Juni 2026 nationale Übungsleitung der größten paneuropäischen Cyberübung

Die von der Europäischen Agentur für Cybersicherheit (ENISA) alle zwei Jahre durchgeführte virtuelle Übung „Cyber Europe“ testet die Reaktionsfähigkeit von Unternehmen, Behörden und Organisationen sowie deren Zusammenarbeit im Krisenfall. „Cyber Europe“ simuliert komplexe Cybervorfälle auf Grundlage realistischer Bedrohungsszenarien.

„Cyber-Bedrohungen machen nicht vor Staatsgrenzen halt und bedrohen viele Bereiche unserer Gesellschaft. Umso wichtiger ist es, nationale und europäische Strukturen in Zusammenarbeit mit Unternehmen unter realistischen Bedingungen für den Ernstfall zu erproben“, so Innenminister Gerhard Karner.

KOMMUNIKATION UND KOORDINATION ZWISCHEN BEHÖRDEN UND ORGANISATIONEN

Die Ausgabe 2026 fokussierte sich auf die Sektoren Schienenverkehr (RAIL) und maritime Infrastruktur (MARITIME). Rund 300 Unternehmen und Organisationen aus etwa 30 Ländern nahmen an der Übung teil. Zu den österreichischen Teilnehmern zählten Betreiber und Unternehmen des Eisenbahnsektors, darunter die ÖBB-Infrastruktur AG, die Wiener Linien, die ÖBB-Personenverkehr AG, die ÖBB Rail Cargo Group, die Westbahn, Metrans, Frequentis sowie RailNetEurope. Auf staatlicher Seite waren das Bundesministerium für Inneres, das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur, die Operative Koordinierungsstruktur (OpKoord) sowie der Innere Kreis der Operativen Koordinierungsstruktur (IKDOK) und CERT.at eingebunden.

Ein zentraler Schwerpunkt der Übung lag auf der Überprüfung von Kommunikations- und Koordinationsprozessen. Dabei wurde die Zusammenarbeit innerhalb und zwischen Organisationen, zwischen Unternehmen und Behörden sowie die grenzüberschreitende Abstimmung zwischen staatlichen Stellen geübt. Darüber hinaus wurden Erkenntnisse zur Weiterentwicklung bestehender Prozesse gewonnen, Verbesserungspotenziale identifiziert und bewährte Verfahren ausgetauscht.

ÜBUNGSLEITUNG UNTERSTREICHT CYBER-KOMPETENZ DES INNENMINISTERIUMS

Die Planung und Durchführung der österreichischen Übung erfolgte durch die zuständige Fachabteilung für Netz- und Informationssystemsicherheit. Die Übernahme der nationalen Übungsleitung unterstreicht die Rolle des BMI bei der Stärkung der Cybersicherheit und Cyberresilienz in Österreich. Durch die regelmäßige Durchführung und Begleitung von Übungen werden die Vorbereitung auf Cybervorfälle verbessert, die Zusammenarbeit zwischen staatlichen und privaten Akteuren gestärkt und die Resilienz kritischer Infrastrukturen nachhaltig erhöht.

Bundesministerium für Inneres
Harald Sörös, BA MA
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E-Mail: harald.soeroes@bmi.gv.at
Website: https://www.bmi.gv.at

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