MVÖ zu NEOS-Wehrdienstmodell: Untauglich für die Ziele des Regierungsprogramms

Der MILIZVERBAND ÖSTERREICH lehnt den NEOS-Vorschlag eines freiwilligkeitsbasierten Auswahlwehrdienstes ab. Österreich hat sich 2013 klar für Wehrpflicht ausgesprochen; in allen Umfragen der letzten Jahre hat sich diese Meinung verstärkt. Die Bundesverfassung sieht ausdrücklich ein Milizheer vor – Österreich braucht daher kein Berufsheer durch die Hintertür, sondern ein einsatzbereites und rasch mobilisierbares Bundesheer.
Der Landesverteidigungsbericht 2026/27 hält klar fest, dass der derzeitige Mobilmachungsrahmen von 55.000 für die militärische Landesverteidigung nicht durchhaltefähig ist und daher bis 2032 auf zumindest 75.000 erhöht werden muss. „Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass die nötigen Personalzuwächse für die Miliz mit allen Anreizmodellen bei weitem nicht erreicht werden konnten – insbesondere beim Miliz-Führungspersonal. Wer daher weiterhin auf Freiwilligkeit setzt, muss erklären, wie er die Verteidigungsfähigkeit des Bundesheeres bis 2032 herstellen will, obwohl genau dieser Ansatz seit 20 Jahren nicht funktioniert hat“, so der Präsident des MVÖ, DI Armin Richter.

Milizverband Österreich
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