Österreich tritt europäischer Forschungsinfrastruktur zu Heritage Science bei

BMFWF ist Gründungsmitglied einer Initiative, die die inter- und transdisziplinäre Forschung des kulturellen Erbes stärkt

Österreich ist über das BMFWF der europäischen Forschungsinfrastruktur E-RIHS ERIC („European Research Infrastructure for Heritage Science“) beigetreten. Mit diesem Schritt vertieft Österreich seine Einbindung in die europäische Forschungszusammenarbeit im Bereich des Kulturerbes und stärkt den Zugang zu exzellenter wissenschaftlicher Infrastruktur für die Erforschung, Analyse und Erhaltung von kulturellem Erbe.

E-RIHS ERIC ist die europäische Forschungsinfrastruktur für Heritage Science. Sie bietet Zugang zu hochentwickelten Analyseverfahren, mobilen und festen Laboren, digitalen Ressourcen sowie international vernetzter Expertise. Ziel ist es, europäischen Forschenden sowie Institutionen des kulturellen Erbes innovative Möglichkeiten zur Untersuchung und Bewahrung von Kunstwerken, Denkmälern, Sammlungen und archäologischen Objekten zur Verfügung zu stellen.

„Mit dem Beitritt zu E-RIHS ERIC setzt Österreich ein klares Signal für internationale Spitzenforschung und für den Schutz unseres kulturellen Erbes“, sagt Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner. „Die Mitgliedschaft eröffnet österreichischen Forschenden, Museen, Universitäten und Gedächtnisinstitutionen neue Perspektiven für europäische Kooperationen und den Zugang zu wissenschaftlicher Infrastruktur.“

Auch von den E-RIHS ERIC-Koordinatorinnen und -Koordinatoren wird der Beitritt Österreichs als wichtiger Schritt für die weitere Stärkung des europäischen Netzwerks begrüßt. Die Beteiligung Österreichs erweitert die wissenschaftliche Expertise innerhalb der Forschungsinfrastruktur und unterstreicht die gemeinsame europäische Verantwortung, das kulturelle Erbe mit innovativen Methoden zu erforschen und für kommende Generationen zu bewahren.

Der Beitritt bringt für Österreichs Forschende im Bereich des Kulturerbes konkrete Vorteile: Sie erhalten besseren Zugang zu internationalen Kooperationen, spezialisierten Untersuchungsmethoden und einer europaweit vernetzten Infrastruktur, die naturwissenschaftliche, geisteswissenschaftliche und technologische Ansätze zusammenführt. Davon profitieren unter anderem Universitäten, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Museen, Archive, Bibliotheken sowie Institutionen der Denkmalpflege.

Vor dem Hintergrund zunehmender Herausforderungen – etwa durch Klimawandel, Umweltveränderungen, Materialalterung und Digitalisierung – kommt der wissenschaftsbasierten Erhaltung und Erforschung des kulturellen Erbes eine immer größere Bedeutung zu. Die Mitgliedschaft bei E-RIHS ERIC stärkt Österreichs Beitrag zu diesen Zukunftsfragen und unterstützt die Weiterentwicklung des europäischen Forschungsraums.

Mit dem Beitritt bekennt sich Österreich zu einer langfristigen Unterstützung international vernetzter Forschung und zur Stärkung von Heritage Science als zukunftsweisendes interdisziplinäres Forschungsfeld.

Die Koordination in Österreich erfolgt durch das nationale Konsortium E-RIHS.at, das vom Österreichischen Archäologischen Institut an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften geleitet wird. Weitere Konsortialmitglieder sind die Akademie der bildenden Künste Wien, der KHM-Museumsverband, die Technische Universität Wien, die Universität für Angewandte Kunst Wien, die Universität für Bodenkultur Wien, die Universität Innsbruck, die Universität Wien, die Universität für Weiterbildung Krems sowie das Bundesdenkmalamt.
Weitere Informationen:

Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung
Florian Atzmüller
Telefon: +43 664 78092423
E-Mail: florian.atzmueller@bmfwf.gv.at

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