Pride Month 2026: Vielfalt anerkennen, psychische Gesundheit stärken

ÖBVP und IDEE Austria appellieren nach der Vienna Pride zu mehr Verständnis, Respekt und gesellschaftlichem Zusammenhalt

Im Pride Month und mit Blick auf die große Pride-Parade am vergangenen Samstag, dem 13. Juni 2026, weisen der Österreichische Bundesverband für Psychotherapie (ÖBVP) und IDEE Austria auf die psychischen Belastungen hin, denen viele LGBTIQ*-Personen nach wie vor ausgesetzt sind. Ausgrenzung, Diskriminierung, familiäre Ablehnung und gesellschaftliche Vorurteile erhöhen das Risiko für psychische Erkrankungen und erschweren oftmals den Zugang zu Unterstützung und professioneller Hilfe.

Die Pride steht dabei nicht nur für Sichtbarkeit und gesellschaftliche Teilhabe, sondern erinnert auch daran, dass hinter politischen Debatten und gesellschaftlichen Kontroversen Menschen mit ihren individuellen Lebensgeschichten, Bedürfnissen und Herausforderungen stehen. Ein respektvoller Dialog, gegenseitiges Verständnis und die Anerkennung von Vielfalt sind zentrale Voraussetzungen für ein gesundes gesellschaftliches Miteinander.

BARBARA HAID, Präsidentin des ÖBVP führt an: „_Psychische Gesundheit braucht Sicherheit, Akzeptanz und Zugehörigkeit. Viele LGBTIQ*-Personen erleben jedoch nach wie vor Ablehnung, Ausgrenzung oder Unverständnis – oft im engsten sozialen Umfeld. Als Gesellschaft tragen wir die Verantwortung, Räume zu schaffen, in denen Menschen ohne Angst sie selbst sein können. Schauen wir aufeinander, anerkennen wir unsere Vielfalt und bleiben wir gemeinsam im Gespräch_.“

„_Die Pride erinnert uns jedes Jahr daran, dass Sichtbarkeit und Gleichberechtigung keine Selbstverständlichkeit sind. Hinter den Begriffen und Debatten stehen Menschen, die respektiert und ernst genommen werden wollen. Es geht nicht um Ideologien, sondern um eine humanistische Grundhaltung und um die Anerkennung der Würde jedes einzelnen Menschen. Dafür braucht es Dialogbereitschaft, gegenseitigen Respekt und den Willen, Unterschiede nicht als Bedrohung, sondern als Bereicherung zu verstehen._“, ergänzt ELMAR KENNERTH, Vorsitzender von IDEE Austria.

ERNST SILBERMAYR, Leitung & Koordination der interdisziplinären Expert:innengruppe „Trans* Inter* Geschlechtlichkeiten – Psychotherapie“ im ÖBVP erläutert: „_Gerade trans* und inter* Personen berichten häufig von Erfahrungen der Zurückweisung, Unsicherheit und fehlenden Unterstützung. Viele suchen lange nach kompetenten Ansprechpersonen oder erhalten notwendige Hilfe erst verzögert. Psychotherapeutische Begleitung kann dabei einen wichtigen Beitrag leisten, Belastungen zu bewältigen und Selbstbestimmung zu stärken. Dafür braucht es niederschwellige Zugänge, fachliche Kompetenz und eine Haltung des Respekts gegenüber unterschiedlichen Lebensrealitäten_.“

ÖBVP und IDEE Austria betonen anlässlich des Pride Month daher, dass psychische Gesundheit, gesellschaftliche Teilhabe und Menschenwürde untrennbar miteinander verbunden sind. Eine offene, solidarische Gesellschaft entsteht dort, wo Menschen einander zuhören, Unterschiede anerkennen und gemeinsam Verantwortung für ein respektvolles Zusammenleben übernehmen.

Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie
Fabienne Patek, MSc
Telefon: +43 676 306 59 41
E-Mail: oebvp.patek@psychotherapie.at
Website: https://www.psychotherapie.at

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