ÖVP – Korosec: Mehr Personal auf dem Papier, weniger Versorgung am Krankenbett

ÖVP Wien fordert Maßnahmen gegen Ärzteabwanderung

Der aktuelle Personalbericht des Wiener Gesundheitsverbunds (WIGEV) zeigt aus Sicht von Gesundheitssprecherin Gemeinderätin Ingrid Korosec ein zwiespältiges Bild. „Dass der WIGEV einen neuen Personalhöchststand vermeldet, ist erfreulich. Aber genau dort, wo Patientinnen und Patienten es spüren – am Krankenbett, in der Diagnostik –, sinkt die Besetzung“, so Korosec.

TEILZEITQUOTE VERZERRT DIE PERSONALZAHLEN

„Jede vierte Stelle im WIGEV ist heute eine Teilzeitstelle, in der Pflege ist es mehr als jede dritte“, so Korosec weiter. Die Teilzeitquote liegt mittlerweile bei 25,32 Prozent, in der Pflege bei 35,24 Prozent. „Die Vollzeitäquivalente liegen um rund 2.500 niedriger als die gesamte Zahl der Beschäftigten. Die Schlagzeile von den fast 31.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sollte daher um die tatsächliche Versorgungskapazität ergänzt werden, um ein vollständiges Bild zu zeichnen.“

ÄRZTEFLUKTUATION WIEDER IM STEIGEN

„2024 konnte der WIGEV einen Erfolg bei der Ärztebindung vermelden – 2025 ist er wieder weg“, kritisiert Korosec. Die Fluktuation bei Ärztinnen und Ärzten stieg von 14,1 auf 16,2 Prozent, bei jenen in Ausbildung von 20,6 auf 23,5 Prozent.

„Wien bildet junge Medizinerinnen und Mediziner aus – und verliert sie an den niedergelassenen Bereich oder andere Bundesländer. Das ist kein Randthema, sondern ein Alarmsignal für die Zukunft der Wiener Spitalsversorgung. Es braucht jetzt gezielte Maßnahmen zur Attraktivierung des WIGEV als Arbeitgeber, um besonders junge Ärztinnen und Ärzte an Wien zu binden“, so Korosec abschließend.

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