
Schilling/Grüne spendet Gehalt für Schwangerschaftsabbrüche in Österreich
Schwangerschaftsabbruch darf keine Kostenfrage sein
Schwangerschaftsabbruch ist in Österreich für viele Menschen noch immer eine Frage des Geldes. Durchschnittlich kostet ein Eingriff 629,66 Euro. Kosten, die Betroffene selbst tragen müssen. Für Hunderte Menschen pro Jahr stellt das eine kaum überwindbare Hürde dar. Gemeinsam mit der Organisation CHANGES for women macht die Europaabgeordnete Lena Schilling heute auf diese Situation aufmerksam. Lena Schilling spendet jedes sechste Bruttogehalt, 7000 Euro gehen dieses Mal an CHANGES for women.
„Mein Körper gehört mir. Eigentlich sollte das für jeden Menschen in Österreich gelten. Tut es aber nicht. Denn ein Schwangerschaftsabbruch kostet in Österreich durchschnittlich 629 Euro. Für viele Menschen ist das eine unüberwindbare Hürde. Deshalb spende ich heute 7000 Euro an CHANGES for women und finanziere damit acht bis zwölf Schwangerschaftsabbrüche. Ich bin stolz, dass in Europa und in Österreich Frauen aufstehen und für andere einstehen. Gleichzeitig macht es mich wütend, dass es diese Solidarität überhaupt braucht. Denn eigentlich ist es die Aufgabe des Staates, sicherzustellen, dass niemand aus finanziellen Gründen auf sein Recht auf Selbstbestimmung verzichten muss. Doch stattdessen lässt der Staat Betroffene allein und Organisationen wie CHANGES for women müssen einspringen, wo die Politik versagt. Niemand sollte auf Spenden angewiesen sein, um über den eigenen Körper entscheiden zu können“, so Schilling.
Allein im vergangenen Jahr wandten sich 604 Menschen an CHANGES for women, weil sie die Kosten eines Schwangerschaftsabbruchs nicht selbst tragen konnten. Seit ihrer Gründung hat die Organisation mehr als 1.300 Personen finanziell unterstützt und über 580.000 Euro für reproduktive Selbstbestimmung bereitgestellt.
„Die Kosten für einen Schwangerschaftsabbruch sind in Österreich nicht reguliert, je nach Bundesland ist mit Kosten bis zu 1000 Euro zu rechnen. Für viele Menschen bedeutet das, dass sie andere Rechnungen nicht begleichen können, sich Geld ausleihen müssen oder sich finanzielle Notlagen verschärfen. Reproduktive Selbstbestimmung darf nicht vom Kontostand abhängen. Durch ehrenamtliche Arbeit und private Spenden schließen wir eine Lücke im Gesundheitssystem, bei der sich die Politik aus der Verantwortung zieht”, betonen die Vertreterinnen von CHANGES for women.
Stefanie Wehlend
Pressesprecherin Lena Schilling
Telefon: +32499356375
E-Mail: stefanie.wehlend@europarl.europa.eu
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